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Du bist einzigartig mit Me Working Mom

Hallo Ihr Lieben!

Heute dürfen wir Euch endlich einmal wieder eine tolle Frau und Mutter vorstellen, die wir vor einigen Wochen bei einem Bloggerevent persönlich kennenlernen durften und die uns gleich super sympathisch war: Andrea aus München mit ihrem Blog Me Working Mum. Und wie der Name des Blogs schon sagt, schreibt Andrea hier ehrlich und offen über Vereinbarkeit, berufliche Hürden, das Leben als Großfamilie und vom Suchen und Finden nach der Work-Family-Balance. Denn Andrea hat drei Kinder und arbeitet in Vollzeit, was wir wirklich beachtenswert finden. Sie berichtet beispielsweise, wie sie nach jedem Kind wieder zurück in den Job fand, welche Steine ihr im Weg lagen und wie sie diese aus dem Weg schaffen konnte. Das Thema Vereinbarkeit zieht sich natürlich als roter Faden durch den Blog und Andrea möchte zeigen, dass es mit Vereinbarkeit klappen kann, dass es natürlich viele verschiedene Facetten gibt, aber kein richtig und falsch. Und sie möchte Vorbild sein und Mut machen im Vereinbarkeitsdschungel.

Nun freuen wir uns wirklich sehr, dass wir Andrea ein paar Fragen stellen durften:

 

Andrea-Reif

Name: Andrea

Blog: me-working-mom.com

Beruf: Marketing Beraterin im Sport-Bereich

Anzahl und Alter der Kinder: 3 Kinder (8, 5 und 3 Jahre)

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Vor meinem Sohn war ich selbstständig und habe ca. 60 Stunden die Woche gearbeitet. Ich arbeitete im Qualitätsmanagement bei Großveranstaltungen und somit viel Nachts und am Wochenende beruflich unterwegs.

Wenn ich nicht gearbeitet habe bin ich mit meinen Freunden ausgegangen, habe Sport gemacht und Zeit mit meinem Mann verbracht.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Heute ist alles viel strukturierter als Früher. Damals bin ich meist erst um 10.00 Uhr im Büro gewesen. Heute beginnt mein Tag um 6.00 Uhr und beinhaltet viel Struktur und Abstimmungen – beruflich wie privat. Ich habe für viele Dinge bestimmte Zeitfenster – muss das Büro pünktlich verlassen und viel mehr Dinge mit meinem Mann abstimmen, seit wir Kinder haben.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Früher habe ich modisch gerne experimentiert und hatte keinen klaren Stil. Je älter ich werde, desto mehr mag ich klassische Mode und Farben. Zudem muss Mode nicht nur hübsch sein sondern auch praktisch und tragbar. Wobei ich glaube, das hat gar nichts mit den Kindern zu tun sondern je älter eine Frau wird, desto mehr findet sie auch modisch ihre innere Mitte.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Aufstehen um 6.00 Uhr – bis alle in Kita und Schule sind und ich in der Arbeit ist es 9.00 Uhr. Dort arbeite ich dann bis 15.30 und hole dann die Kids. Nachmittags stehen oft Sport und Co der Kids auf dem Plan. Bei 3 Kindern kommt da schon eine Menge zusammen.
Mein Mann versucht Morgens und Abends zu Hause zu sein, damit wir diese beiden Mahlzeiten zusammen einnehmen können. Das ist uns wichtig. Und dann gibt es noch die Tage, an denen ich beruflich unterwegs bin. Dort stehe ich dann meist um 4.30 Uhr auf und bin erst um 19.00 Uhr zu Hause. Meist unterstützt uns an diesen Tagen ein Babysitter mit den Kindern.

 

Andrea-Reif-Kleidhinten

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

In meiner Jugend war ich Leistungssportlerin. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass man mit Training und Fleiß viel erreichen kann. Man muss sich auch mal durchbeissen und Quälen – wenn Du dann das angestrebte Ziel erreichst ist das ein unglaublich gutes Gefühl.
Irgendwie hilft mir dies auch heute noch den Vereinbarkeitsalltag und meinen Wunsch nach einer beruflichen Karriere unter einen Hut zu bekommen.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Sie sollen sich sicher, geliebt und geborgen fühlen von uns – auch wenn sie nicht mehr bei uns wohnen und wissen, dass ihre Familie immer zu ihnen hält!

Ich wünsche mir, dass meine Kinder sich so mögen wie sie sind und in sich selbst vertrauen.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Meine Kinder sind absolute Outdoor Kinder. Einfach rauf auf die Räder und ab über Felder und in den Wald. Wir gehen gerne Skifahren, fahren in die Berge oder gehen Schwimmen. Diese Tage sind eigentlich immer die Schönsten.

 

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Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Ich bin unglaublich schlecht, wenn es um das „Zu Bett bringen“ geht. Hier fehlt mir oft die Geduld und Gelassenheit, wenn wir alle nach einem langen Tag müde und ausgepowered sind.

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Da die Kids am liebsten draussen sind, spielen wir nur selten Brettspiele und Co. Das aktuell liebste Spielzeug sind die „Kinder-Strassenschilder“.

Die werden auf der Straße aufgebaut  – mit Kreide werden Straßen, Häuser und Co gezeichnet und dann fahren alle Kids der Nachbarschaft mit Laufrädern, Scootern und Co. durch diese Kinder-Straßenwelt.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Wir haben ein gutes Netzwerk aus 3 Babysittern, Familie und Freundinnen das uns, wo sie können, unterstützt.

Ab Juni werden wir zudem ein Au Pair bekommen – da mein Mann bald unter der Woche in einer anderen Stadt arbeitet. Das stellt uns vor ganz neue Herausforderungen und wird sicher ein spannender, neuer Lebensabschnitt, den es zu meistern gibt.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Zeit mir der Familie und Tage ohne konkrete Pläne sind eigentlich das schönste, was es gibt. Gemeinsam Eis essen, mit dem Rad ne Runde um den See fahren und Abends spontan mit den Nachbarn Grillen und bis in die Nacht über das Leben philosophieren. Perfekt!

Ich freue mich sehr auf den Sommer!

 

Liebe Andrea, danke Dir vielmals für Dein ehrliches Interview bei uns, wir hoffen Dich bald einmal wieder in natura wiederzusehen!

Sonnige Grüße!

rosa&limone

Du bist einzigartig mit Mama Schulze

Hallo Ihr Lieben!

Gesundheit ist das höchste Gut und je älter man wird, desto wichtiger schätzt man seine eigene Gesundheit und die seiner Lieben. In der Jugend wird Gesundheit normalerweise als selbstverständlich vorausgesetzt, allerdings haben wir beide im Freundeskreis wie auch schon bei rosa Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Vor Kurzem durften wir bei einem Blogger Event JuSu kennenlernen, die Mama von zwei Kindern ist und die auf ihrem Blog über ihr Leben als 2fach Mama mit Multipler Sklerose berichtet.

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und die zweithäufigste neurologische Krankheit im frühen und mittleren Erwachsenenalter. Sie äußert sich bei jedem Betroffenen anders, von wenigen Erstbeschwerden bis hin zu einer schweren Behinderung. Weltweit sind über 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose (MS) erkrankt, rund 130.000 davon leben in Deutschland.

JuSu war uns gleich super sympathisch, denn sie hat eine so erfrischende Einstellung zum Leben, die absolut ansteckend und bewundernswert ist. Und diese Einstellung sieht man auch auf ihrem Blog Mama Schulze, denn da bloggt sie mal lustig, mal nachdenklich, mal frustriert, mal müde, mal einfach nur glücklich. Dabei ist ihr Eines besonders wichtig: Sie leidet nicht! Sie lebt mit einer Erkrankung, und ohne sie wäre es natürlich schöner. Aber sie lebt durch sie einfach nur ein wenig anders. Und das ist eigentlich auch schon alles.

Hier könnt Ihr nun das schöne Interview von JuSu alias Mama Schulze lesen:

 

 

 

Logo-Mama-Schulz

Name: JuSu

Blog: www.mamaschulze.de …über mein Leben als 2fach-Mama mit Multiple Sklerose (MS)

Beruf: PR-Frau

Anzahl und Alter der Kinder: Frida (*3.3.11) & Hedy (*17.12.12)

 

Foto-Julia

 

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Ich habe mit meinem Mann über 5 Jahre eine Fernbeziehung geführt, sogar in dieser Zeit geheiratet. Daher war das ganze Bestreben eigentlich immer nur darauf ausgerichtet, dass wir endlich wieder zusammen an einem Ort leben. Wir kannten uns schon aus dem Studium und hatten zu der Zeit schon zusammen gewohnt. Das hat wunderbar funktioniert und zu dem Zustand wollten wir unbedingt wieder zurück. An Kinder haben wir dann eigentlich direkt noch gar nicht gedacht, als wir endlich an einem Ort wieder zusammen waren. Wir wollten erst einmal unsere gemeinsame Zeit intensiv genießen, Alltag einkehren lassen. Aber dann habe ich nur wenige Wochen nach Bezug der gemeinsamen Wohnung die Diagnose Multiple Sklerose bekommen und direkt stand die Frage im Raum, ob ich erst mit Medikamenten beginne oder sofort schwanger werde? Wir haben uns unmittelbar für die zweite Frage entschieden. Schwupps war ich schwanger und das Abenteuer ‚Kind‘ begann.

 

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Der Fokus hat sich total verändert. Nun kommen an erster Stelle die Kinder, dann mein Mann und ich. Auch, wenn wir sehr darauf achten, dass wir nicht zu kurz kommen und uns unsere Auszeiten nehmen. Das heißt, wir buchen ca. 1 Mal im Monat den Babysitter, gehen was essen oder auf ein Konzert. Aber trotzdem bestimmen die Mädchen den Tagesablauf. Aber andere Eltern erzählen uns, dass auch wieder andere Zeiten kommen. Irgendwann. *lach*

Ich vermisse es, einfach mal einen Tag lang zu gammeln und im Bett zu liegen. Ich würde dann den Schlafanzug gar nicht ausziehen, ein Nickerchen machen, wann ich es will, im Bett essen und den ganzen Tag Serien schauen.

 

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Stil bedeutet für mich, ein besonderer Typ zu sein. Für mich war es nie ultrawichtig, mit der Mode zu gehen. Ich will schon immer eher ein besonderer, einzigartiger Typ sein. Also, dass ich nicht so aussehe, wie alle. Und irgendwie habe ich das Gefühl, als wäre ich bei meinem Typ erst richtig angekommen, seitdem ich Kinder habe. Vielleicht, weil ich nicht mehr so viel Zeit habe, mich mit meinem Aussehen auseinanderzusetzen. Ich konzentriere mich in Kleidungsfragen mehr auf das Wesentliche. Fehlkäufe gibt es quasi nicht mehr 🙂

 

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Wir stehen gegen 6.30 Uhr auf, machen uns alle Mann fertig und frühstücken. Gegen 8 Uhr verlassen wir das Haus: Mein Mann bringt die Schnecken zur Kita und fährt danach zur Arbeit. Ich fahre direkt ins Büro, wo ich gegen 8.30/9 Uhr (abhängig vom Verkehr im Rhein-Main-Gebiet) ankomme. Dann arbeite ich bis 14/14.30 Uhr. Danach fahre ich wieder nach Hause, ziehe mich um (ich arbeite in einer Bank und trage Business-Look, der nicht spielplatztauglich ist) und genieße 10 ruhige Minuten. Dann gehe ich um 15.15/15.30 Uhr zu Fuß zur Kita (ein knapper Kilometer), um die Mädels abzuholen. Bis wir dann mit Verabschiedung von der Kita und Fußweg zu Hause sind, kann es schon mal 16.30/16.45 Uhr sein. Jetzt, bei schönerem Wetter, spielen die Mädchen dann meistens noch mit den Nachbarskindern bis es Abendessen um 17.30/17.45 Uhr gibt. Das ist bei uns relativ früh, da meine Kinder wiederum relativ früh zu Bett gehen, nämlich um 18.30 Uhr. Dann gibt es noch eine Gute-Nacht-Geschichte, beide werden noch etwas gestreichelt und danach ist auch schon Ruhe. Meistens bereite ich dann noch das Abendessen für meinen Mann und mich zu und setze mich an den Computer. Dort widme ich mich meinem Hobby, dem Bloggen. Mein Mann ist meistens spätestens um 19.30 zu Hause und wir essen erst einmal etwas und tauschen uns über den Tag aus. Wenn mein Mann danach noch fernsehen möchte, setze ich mich meistens mit dem Laptop neben ihn und schreibe weiter für www.mamaschulze.de. Gegen 21.30 Uhr gehen wir meistens selbst zu Bett. Auch das ist früh, wir lesen dann noch etwas oder ich schaue eine meiner geliebten Serien auf dem Tablet. Spätestens um 22.15 Uhr ist dann zappenduster und wir versuchen, zu schlummern.

 

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Definitiv mein Mann. Bevor ich ihn kennenlernte, hatte ich viele Probleme mit mir selbst, habe viel Ballast mit mir herumgetragen. Durch ihn habe ich gelernt, positiv zu denken und mich mit negativen Dingen nicht mehr so stark zu belasten. Das hilft mir auch ungemein bei der Verarbeitung meiner Erkrankung. Bei uns gilt das Motto: Wir haben beschlossen, glücklich zu sein. Denn das ist förderlich für die Gesundheit. Und das funktioniert wirklich!

 

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Mir bzw. uns ist es wichtig, diese positive Einstellung auch an unsere Töchter weiterzugeben. Dass sie sich selbst nicht als Opfer sehen, sondern bereit sind, ihr Glück in die Hand zu nehmen. Und, da ich selbst früher eine Essstörung hatte, ist es mir darüber hinaus sehr wichtig, ihnen ein gutes Körpergefühl zu vermitteln. Dass sie akzeptieren, dass nicht jeder sie schön finden wird. Und, dass das aber auch OK ist. Denn sie müssen auch nicht jede Person schön finden. Dass wir eine bunte Vielfalt an Menschen sind. Punkt.

 

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Lachen. Wir lachen viel, machen viele Scherze. Ich finde es total schön, dass auch meine 2jährige Tochter bereits Witze macht und ihren Schabernack mit mir treibt. Das liebe ich. Und wir singen und tanzen viel. Das macht mir sehr viel Spaß und rührt mich regelmäßig zu Tränen. Oder hättet Ihr als Jugendliche gedacht, dass Ihr mal mit Eurem Kind/ Euren Kindern zu ‚Bohemian Rhapsody‘ von Queen tanzt? Ich finde das noch immer fast unbegreiflich…

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Zähneputzen. Es ist soooo mühselig, weil beide es einfach nicht machen wollen. Ähnlich wie Haare Föhnen. Das Zähneputzen nervt mich so, dass ich daraus schon ein Bullshit-Bingo-Zähneputzen gemacht habe:

 

 

 Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Ich durfte vor einigen Wochen einmal hinter die Kulissen von hessnatur schauen und die Kleidung, insbesondere die Kinderkleidung hat mich total begeistert: gänzlich fair, gänzlich ohne Chemie, nachhaltige Stoffe, Bio-Qualität. Ja, hochpreisiger, aber dafür super robust, tolle Stoffe, tolle Farben. Und, auch wenn nach einiger Zeit etwas kaputt geht, tauscht hessnatur die Kleidung um. Bei mehreren Kindern lohnt es sich also, da man die Kleidung weiterreichen kann. Und darüber hinaus haben die Stücke auch einen hohen Wiederverkaufswert.

 

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Die Kita, beide Kinder haben einen Vollzeitplatz, das heißt bei uns von 7.30 bis 16.30 Uhr und freitags bis 16 Uhr. Daneben bin ich gerade auf der Suche nach einem Babysitter, der/die die Kinder auch mal morgens bei leichter Krankheit, Schließtagen o ganz aktuell: Streik betreuen kann oder sie von der Kita abholt, falls ich mal noch ein Meeting habe. Aber leide gestaltet sich die Suche schwierig. Darüber hinaus springt mein Mann oft ein und versucht, trotz Vollzeitjob und eher kinderunfreundlichen Rahmenbedingungen einiges möglich zu machen. Und auch meine Mutter ist immer mal wieder zur Stelle, obwohl sie über 200km entfernt wohnt. Das ist natürlich Gold wert.

 

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Mein Leben macht mich glücklich. Ich habe es wirklich gut getroffen 🙂 Ich habe einen tollen Mann, der mich in meinem Kampf gegen die MS voll unterstützt und ein wundervoller Vater für unsere süßen Kinder ist. Die Kinder sind gesund, ich habe einen Job, über den ich mich auch tierisch aufregen kann, aber der mir es erlaubt, mich fortzubilden UND Mama zu sein. Ich lebe in einem Haus, das wir uns – finde ich – toll eingerichtet haben. Und die MS zeigt sich zwar, behindert mich aber nicht stark. Das alles macht mich unglaublich glücklich und dankbar. Dazu habe ich erst kürzlich geschrieben. Mehr findet ihr hier.

 

Mich macht es traurig, dass so viele Menschen, auch in meinem Umfeld bzw in meiner Familie, so voller Gram sind. Denn das macht krank und lässt so viele schöne Stunden einfach verstreichen, die nie wiederkehren werden. Das ist verschenkte Lebenszeit. Und das macht mich unsagbar traurig.

 

 

Liebe JuSu

Vielen lieben Dank für Dein schönes Interview, das sicherlich auch für den ein oder anderen dank Deiner positiven Lebenseinstellung motivierend sein wird. Liebe Leser, schaut auf Mama Schulze vorbei, es lohnt sich!!

Viele liebe Grüße

rosa&limone

 

Weitere tolle Frauen und Mütter unserer Reihe Du bist einzigartig findet Ihr hier:

Julie von Macarons

Marie und Isabel von Little Years

Renate von titatoni

Claire von Cappumum

Martina von Formtiere

Viola von kikabu

Rebecca von Verlockendes

Janina von kleinstyle

Dani von butterflyfish

Marisa von Engelenchen

Greta von Kidaporter

Nicole von booboobootique

Daniela von LittlePlatypus

Melanie von Meine kleine Liebe

Jana vom Hebammenblog

Nina von Frau Mutter

Katharina von Stadt Land Mama

Du bist einzigartig mit Marie&Isabel von Little Years

Hallo Ihr Lieben!

 

Die Faschingsferien sind vorbei und wir sind am auspacken, Wäscheberge waschen, fiebriges Kind pflegen und in Erinnerungen an unsere tolle Skifahr-Woche schwelgen. Für Euch haben wir heute ein weiteres Interview unserer Reihe „Du bist einzigartig“ im Gepäck und heute sogar ein Doppelinterview, denn Little Years, auch bekannt als Blogzine für moderne Eltern, wird wie auch bei uns von den beiden Freundinnen Isabel und Marie gemeinsam betrieben.

 

Auf Little Years finden Mamas, Papas und solche, die es werden wollen, Inspirationen und Informationen. Wir finden vor allem die privaten Porträts spannend, die einen Blick hinter die Wohnungstüren von Müttern ermöglichen, die den berühmten Spagat zwischen Muttersein und einem “anderen” Leben, schaffen. Keine Rabenmütter, keine Latte-Macchiato-Mütter, keine Heimchen am Herd – keine Klischees und Vorurteile. Stattdessen Mütter, die als positive Leitbilder und Vorbilder fungieren können, die einen privaten Einblick in das Leben und das Lebensgefühl einer neuen Muttergeneration ermöglichen, dabei aber natürlich auch unverblümt über die anstrengenden Seiten des Familienlebens sprechen. Auch Papas werden vorgestellt, was wir wirklich eine tolle Idee finden!
Im Blog-Bereich finden sich zudem allerlei nützliche und unnütze Informationen rund um das Kinderhaben und alles, was daran Spaß macht (und manchmal auch nicht). Lifestyle, Shopping, gesellschaftliche Debatten, Muttergefühle, Reise-Tipps und -Berichte, und vieles mehr.

 

Nun offenbaren uns Isabel und Marie, wie sie selbst das mit dem Mamasein so hinbekommen:

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Name: Isabel und Marie

Beruf: Pressereferentin / Studentin und beide zusätzlich Blogger-Mamas!
Anzahl und Alter der Kinder:
Marie: Einen Sohn, Junio, im April 2
Isabel: Einen Sohn, Xaver, im März 2

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?
Marie: Ich hatte einen Job als Presse- und PR-Managerin bei etsy.com . Das hat viel Spaß gemacht, allerdings habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht. Eigentlich wollte ich eine Mexiko-Reise machen – und dann war ich plötzlich schwanger. Isabel kam damals auf mich zu mit der Idee zu Little Years – die Seite stand schon fast und ich war total happy Teil eines so tollen Projekts zu sein.
Isabel: Vor Xaver war ich jahrelang eines von diesen haltlosen, rastlosen, immer latent unzufriedenen Party-Mädchen, ich habe zwar studiert und auch erfolgreich an meinem Lebenslauf gefeilt, aber so ganz wusste ich nie, wohin. Kurz vor Xaver kam dann der feste Freund und der feste Job und dann auch noch das Kind! Innerhalb von zwei Jahren war ich plötzlich angekommen. Total schön!

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?
Marie: Viel hat sich verändert: Da ich quasi alleinerziehend bin, bin ich viel zu Hause. Besonders natürlich an den Abenden. Das war vorher das Gegenteil: Ich war eigentlich immer unterwegs. Auf Veranstaltungen, Dinners, Partys. Auch bei Etsy bin ich viel gereist. Japan, Kolumbien, New York – mein Gehalt habe ich in Reisen investiert. Jetzt bin ich ruhiger geworden und entspannter. Sicherlich bedeutet das Kind auch Stress, aber ich bin mehr bei mir, genieße die „kleinen“ großen Momente mit dem Kind. Die Zeit vergeht langsamer, das Leben ist etwas entschleunigt. Das genieße ich.
Isabel: Ja, das geht mir genauso. Ich war früher immer unterwegs, habe fast nie zuhause gegessen, zum Beispiel. Jetzt bin ich tatsächlich so etwas wie häuslich. Das stört mich aber gar nicht sooo sehr, was ich dagegen schwierig finde, ist die Einschränkung. Man kann kaum mehr spontan sein, muss immer erstmal ans Kind denken. Manchmal denke ich: was, wenn ich morgen nach LA ziehen will? Das geht ja jetzt wohl kaum mehr. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich es 1. früher auch nicht gemacht hätte, und 2. ich auch glaube, das unsere gesamte Generation dieses Freiheits-Ding ein bisschen überbewertet. Feste Strukturen sind auch schön!

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?
Marie: Stil hat man nicht von Anfang an. Der entwickelt sich zusammen mit der eigenen Persönlichkeit. Ich würde meinen Stil als bodenständig, elegant bis hin zu klassisch beschreiben. Seit dem Kind habe ich allerdings wesentlich mehr Jeans an, ich mag es dann einfach bequemer.
Isabel: Interessanterweise war ich früher viel weiblicher, habe oft Röcke, Kleider, Mädchensachen getragen. Jetzt ist es lässiger und auch etwas androgyner geworden und auf jeden Fall müssen meine Outfits immer alltagstauglich sein. Hohe Schuhe? Die könnte ich alle mal verkaufen!! Und – obwohl ich sicher immer noch oft daneben liege – ich glaube, ich bin sicherer geworden, kaufe kaum mehr Dinge, die ich dann bereue, fühle mich fast immer wohl in meiner Wahl. Viele Mamas gewinnen in Sachen Stil eher dazu, glaube ich!

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?
Marie: Wir stehen um 7:30 Uhr auf. Junio bekommt Milch und ich trinke einen Kaffee. Dann etwas Müsli, duschen, anziehen und gegen 8:30 Uhr gehen wir aus dem Haus. Ich bringe ihn dann mit der Bahn zur Kita und entweder gehe ich in die Uni oder in unser Little Years – Büro. Gegen 16 Uhr hole ich Junio ab. Dann gehts nach Hause oder ins Spielecafe, zu Freunden oder ganz langweilig noch einkaufen.
Isabel: Bei mir ähnlich! Nur dass Xaver meistens etwas länger schläft und wir zu zweit sind. Deswegen ist mir ab und zu ein ruhiger Morgen und ein langer Arbeits-Nachmittag vergönnt. Und ich versuche, 2-3x pro Woche abends etwas zu unternehmen, ins Kino mit dem Freund (wir haben eine Oma in town!), ins Yoga mit der Freundin oder auch mal auf eine Party oder ein Abendessen. Im Winter hat das nicht so gut geklappt, aber im Sommer will ich unbedingt wieder sozialer sein! Und Xaver auch wieder mehr einfach mitnehmen, das kann man eigentlich ganz gut mit ihm.

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?
Marie: Oh, so vieles! Natürlich meine Eltern, die ersten gebrochenen Herzen als Teenager, der erste richtige Job. Aber nichts hat mein Leben so schnell und intensiv verändert wie das Mutter-werden.
Isabel: Ich glaube, die frühe Trennung meiner Eltern, und die dadurch erzwungene sehr frühe Selbstständigkeit haben mich sehr geprägt. Und dann habe ich in meinen jungen Jahren ziemlich viel erlebt und gesehen, ich habe in Barcelona, Buenos Aires und Brüssel gelebt, war viel auf Reisen, gerne lange und nur mit einem kleinen Rucksack bepackt. Auch das hat mich sicher sehr geprägt.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?
Marie: Innere Stärke und Selbstbewusstsein. Deshalb habe ich mir ganz fest vorgenommen, dass mein Sohn immer weiß, wie sehr ich ihn liebe, egal was er macht, egal wer er ist/wird.
Isabel: Man sagt ja: Wurzeln und Flügel – das triffts ganz gut! Rückhalt und Eigenständigkeit, das Wissen, immer ein liebevolles und verständnisvolles Elternhaus im Rücken zu haben. Und mir ist wichtig, dass bei uns über alles gesprochen wird. Probleme totschweigen ist eine total doofe Sache!

 

 

Little-Years-Vorstellung-auf-rosaundlimone

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?
Marie: Ach so vieles! Und das ändert sich mit dem Alter des Kindes auch. Ich mag es mit Junio im Park Dinge zu entdecken, es ist so toll wie viel Begeisterung da zu sehen ist. Und morgens im Bett ganz viel zu kuscheln.
Isabel: Ich schau ihm einfach so gerne dabei zu, wie er er ist! Wie er spielt, plappert, flirtet… Zusammen mag ich baden, lesen, singen, kuscheln, Höhlen bauen… Und ich liebe es, mit Xaver zu verreisen. Er war von Anfang an ein Super-Travel-Buddy und ich hoffe, das bleibt auch so!

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?
Marie: Zu volle Spielplätze oder Spielecafés sind der Horror. Die Kinder sind genervt und laut und Junio und ich überfordert.
Isabel: Oh Gott ja, ich habe ein richtiges Spielcafé-Trauma!! Es gibt ganze Tage, die machen keinen Spaß. Manchmal ist man einfach kein gutes Team. Kommt in den besten Familien vor 😉

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?
Isabell:
Spiel: Die Fiete-App ist unschlagbar 🙂
Buch: Eins, Zwei, Drei, Tier
Kinderklamotten: Ich mag so vieles, aber meine Favorit ist Bobo Choses! Außerdem kaufe ich gerne Second Hand, da findet man oft tolle Unikate!
Marie: Junio ist gerade hin und weg von der Kinder-App HamHam. Ansonsten mögen wir die Spielezeuge von Kid-O sehr, leider gibt es die nur in ganz ausgewählten Geschäften. Beim Lieblings-Label schwanken wir zwischen BonTon (wenn es was besonderes sein soll) oder Emilie et Ida.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?
Marie: Momentan stemme ich das hauptsächlich selbst. Aber alle zwei Wochen ist mein Sohn auch bei seinem Papa. Da hab ich dann mal Zeit um etwas auszuspannen oder Arbeit nachzuholen. Und unter der Woche ist er bei einer Kindertagespflege. Das ist so etwas wie eine Mini-Kita: Sehr intim und familiär!
Isabel: Mein Freund, die Oma und die Kita. Mein Freund und ich machen ziemlich 50/50, Xaver ist täglich von 9:30 bis 15:30 in der Kita und er schläft meistens ein Mal pro Woche bei Oma. Wenn alles klappt, klappt das alles ganz gut!

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Marie: Streit macht mich immer traurig und kostet so viel Kraft! Leider ist es nicht einfach zwischen dem Vater meines Sohnes und mir, aber mit der Zeit wird es hoffentlich besser. Glücklich macht mich, meinem Sohn ein ruhiges und harmonisches Zuhause bieten zu können, auch wenn der Alltag als Alleinerziehende manchmal eine Herausforderung ist, ist es ein tolles und bestärkendes Gefühl, alles hinzubekommen!
Isabel: Puh, eine GROßE Frage! Mich macht mein Kind glücklich, meine Familie, unser kleines Glück. Mich macht vieles da draußen traurig, so sehr, dass ich manchmal richtig Eskapismus betreibe und den Politik-Teil in der Zeitung konsequent wegblättere…

 

 

Liebe Marie, liebe Isabel, tausend Dank für den schönen, intimen Einblick von Euch beiden! Wir finden Little Years wirklich toll, geschmackvoll, stylisch und absolut empfehlenswert, Ihr hebt Euch deutlich ab von der Masse der vielen Mamablogs, macht weiter so!

 

Ganz liebe Grüsse und Euch allen einen schönen Sonntag!
rosa&limone