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Du bist einzigartig mit Daniela vom FABBS

Interview Daniela Freie Aktive Schule

 

Hallo Ihr Lieben.

Letzte Woche flatterte in unser Postfach eine Nachricht von Daniela, die ebenfalls eine Bloggerin aus Stuttgart ist. Allerdings bloggt sie nicht für sich, sondern ehrenamtlich für den Freien Aktiven Bildungs-Blog Stuttgart (FABBS). Da der Blog von Freier Aktiver Schule und Kindergarten noch recht neu ist, bat sie uns, ihr ein wenig unter die Arme zu greifen und den Blog bekannter zu machen und neue (Stuttgarter) Leser zu finden.

Da wir uns erst vor Kurzem intensiv mit den Themen weiterführende Schule sowie Kindergartensuche auseinander gesetzt haben und es viele Einrichtungen gibt, deren Konzept ebenfalls äußerst spannend ist und für viele Kinder eine tolle Alternative bietet, dachten wir, dass ein Interview mit Daniela sicher interessant für Euch ist. Und natürlich unterstützen wir Stuttgarter Blogger uns gerne untereinander, ist doch Ehrensache.

Los geht es also nun mit dem Interview:

 

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Name: Daniela

Blog: https://blog.fas-stuttgart.de/

Beruf: Ich habe Medienmanagement studiert, bin danach eher zufällig in der PR- und Werbe-Branche gelandet. Nach einigen Jahren wollte ich nochmal etwas ganz anderes machen. Daher habe ich mich vor 7 Jahren mit einem eigenen Online-Shop selbstständig gemacht.

Anzahl und Alter der Kinder: 2 Kinder, 3 Monate und 5 Jahre

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Ich war in meiner Freizeit vielfältig aktiv und hatte unterschiedlichste Hobbys: Kochen, Singen, Fotografieren, kreative Arbeiten wie Nähen oder Basteln, Reisen, viel Lesen. Die vielen Freizeitaktivitäten hatte ich auch als Ausgleich zu meiner damaligen Arbeitsstelle, die mir leider keine Freude machte.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Da ich jetzt selbstständig bin und meine Arbeitszeit so einteilen kann, wie es auch mit den Kindern passt, bin ich damit nun viel zufriedener. Einige meiner Hobbys habe ich zum Beruf gemacht (kreatives Arbeiten & Fotografieren). Für meine anderen Hobbys wie z. B. das Singen oder Lesen fehlt momentan die Zeit, das vermisse ich sehr. Ab und zu versuche ich mich an neuen Hobbys wie Bogenschießen, Töpfern oder Gartenarbeit. Besonders die Gartenarbeit habe ich als neues Hobbys für mich entdeckt und in den Alltag eingebaut, da sie mit Kindern sehr gut vereinbar ist.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Auf äußerlichen Stil habe ich noch nie so richtig viel Wert gelegt. Ich bin meistens ungeschminkt und die Kleidung muss praktisch und alltagstauglich sein, gerade jetzt mit Stillkind. Dafür lege ich großen Wert auf meinen „inneren“ Stil: Mir selbst treu zu bleiben, man könnte auch sagen authentisch zu sein. Nichts ist für mich schwieriger, als mich verbiegen zu müssen. In meiner früheren Branche war das manchmal eine Herausforderung. Mit den Kindern und der Selbstständigkeit ist es viel leichter geworden authentisch zu bleiben.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Mein Mann und ich haben die Kinder momentan etwas aufgeteilt. Er steht morgens mit der Großen auf, während ich mit dem Baby weiter schlafen darf. Er bringt die Große in den Kindergarten, ich bleibe mit dem Baby zu Hause. Nachmittags bin ich dann mit beiden Kindern zu Hause oder im Garten, wir haben Besuch oder gehen auf einen kleinen Abstecher in die Stadt. Da unser Baby mit 3 Monaten noch sehr klein ist, sind wir alle noch in der Findungsphase als vergrößerte Familie. Alles muss sich erst einspielen. Wichtig ist uns das gemeinsame Abendessen. Das ist das Familienessen, bei dem alle wieder da sind und gemeinsam über den Tag gesprochen wird.

 

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Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Zwei Erfahrungen fand ich sehr prägend.

Zum einen habe ich mein erstes Studium der Architektur nach 5 Semestern abgebrochen. Es hat lange gedauert, bis ich mir eingestanden habe, dass es nicht das Richtige für mich war. Und es hat nochmal lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass das kein Scheitern war, sondern dass ich dadurch viel gelernt habe.

Zum zweiten war es der Schritt in die Selbstständigkeit. Dieser lag wie ein großer Berg vor mir. Ich wusste nicht wo anfangen und wo aufhören. Ich hatte Angst vor all den Fehlern, die man dabei so machen kann. Irgendwann habe ich dann einfach angefangen. Und dabei gelernt, dass es nicht wichtig ist, die Dinge perfekt zu machen. Sondern viel wichtiger sie einfach zu machen. Alle Fehler kann man sowieso nicht vermeiden, ich habe genügend davon in der Gründungsphase und auch danach gemacht. Aber auch diese Fehler haben mich weiter gebracht und Neues lernen lassen.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Meine große Tochter hat mir gezeigt, dass Kinder bereits als fast fertige Persönlichkeiten auf die Welt kommen. Mit ihren Charaktereigenschaften, mit ihren Vorlieben, ihren Stärken und Schwächen. Von außen zwar noch etwas beeinflussbar und formbar, doch in ihren Grundzügen schon festgelegt. Mir selbst ist es ja wichtig authentisch sein zu können. Und auch bei der Großen sehe ich, dass sie sich nicht verbiegen lassen möchte. Daher versuche ich ihnen tagtäglich mitzugeben, dass sie genau so richtig sind, wie sie sind. Und falls jemand mal etwas anderes behaupten sollte, möchte ich ihnen so viel Stärke auf den Weg mitgeben, dass sie dann darüber stehen können.

 

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Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Wir machen sehr gerne gemeinsam Musik, Singen zusammen oder hören Kinderlieder. Auch gemeinsam Malen und kreativ sein, Kuchen oder Plätzchen backen mag ich sehr. Die liebste Zeit des Jahres mit den Kindern ist für mich daher die Adventszeit, da kommen alle diese Dinge zusammen.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Ich mag keine Brettspiele und gehe nicht sehr gerne auf den Spielplatz. Auf den Spielplatz muss meist mein Mann hin, besonders wenn hohe Klettergerüste aufgestellt sind. Mir wird immer schon vom Zusehen schwindelig, wenn die Große meint, sie muss mal wieder ganz oben freihändig stehen. Es ist noch nie etwas passiert, aber mein Mutterherz hat immer Angst davor. Auch für die Brettspiele ist mein Mann zuständig, da ich (ich gebe es ungern zu) nicht gut verlieren kann.

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Ich liebe das Buch „Wolkenbrot“. Wir hatten es, als meine Große ca. 2 Jahre alt war, aus der Bücherei ausgeliehen. Es hat uns allen so gut gefallen, dass wir es uns selbst gekauft haben. Mittlerweile hat es für die 5-Jährige zu wenig Text. Ich freue mich daher schon, wenn das Baby so groß ist, dass ich das Buch wieder vorlesen kann.

Außerdem mag ich die Kinderkleidung von Enfant Terrible aus Stuttgart sehr. Sie ist zwar etwas teurer, dafür kann man sie aber lange tragen, da sie hochwertig produziert ist und ich unterstütze damit eine andere Stuttgarter Mutter. (Und 2x im Jahr im Sale sind die Preise erschwinglicher.)

 

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Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Oma und Opa wohnen glücklicherweise in der Nähe und besuchen uns regelmäßig. Auch im Kindergarten unterstützen sich die Eltern teilweise gegenseitig. Da kommt mal das eine Kind zu Besuch. Dafür besucht mein Kind ein anderes an einem Nachmittag, damit ich etwas arbeiten kann.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Glücklich bin ich, wenn ich in unserem Garten bin, schöne Musik höre oder selbst mache, eine Nachricht von einem lieben Menschen bekomme, in den strahlend blauen Himmel schaue, wenn ich etwas Gutes zu Essen habe – also die kleinen alltäglichen Dinge im Leben.

Traurig macht es mich, dass sich momentan immer mehr Menschen wieder dazu entschließen, kein Engagement in ihrem Umfeld zu zeigen, sondern nur noch auf sich selbst und ihr Leben schauen wollen. Mein Mann und ich waren oft ehrenamtlich engagiert. Ob im Chor, im Verein oder in der Nachbarschaft. Und wir sind es teilweise immer noch. Wenn es mehr von diesem Engagement gäbe, würde das Verständnis füreinander in unserer Gesellschaft größer werden und der Zusammenhalt stärker. Ich sehe das in unserem Kindergarten, dort ist viel Engagement der Eltern gefragt. Es schweißt uns zusammen und lässt uns zu einer schönen Gemeinschaft werden. Dadurch verbindet uns mehr, als nur der gemeinsame Ort, an dem wir unsere Kinder betreuen lassen. Es entstehen echte Freundschaften zwischen den Eltern, unabhängig ob die Kinder miteinander befreundet sind oder nicht.

 

Du bist sehr aktiv als Bloggerin beim Freien Aktiven Bildungs-Blog Stuttgart (FABBS), wieso habt Ihr Euch als Familie ausgerechnet für dieses Konzept entschieden?

Ehrlich gesagt war uns damals vor zwei Jahren das Konzept des Kindergartens zwar sympathisch, aber es war nicht entscheidend für die Auswahl. Wichtiger war uns die lange Eingewöhnungszeit von 4 Wochen, dass der Betreuungsschlüssel mit 3 Betreuern auf 20 Kinder sehr gut war und dass uns die Betreuer auf Augenhöhe begegneten. Im Nachhinein haben der Kindergarten und sein Konzept sich als absoluter Glücksgriff für unsere große Tochter herausgestellt. Sie hätte es nicht besser treffen können.

Unvergessen bleibt mir ein Erlebnis an unserem „Schnuppertag“, den wir vorab machen durften: Es war Turntag und es gab Streit zwischen den Kindern um die eine Schaukel, die aufgebaut war. Eine der Betreuerinnen nahm sich der Kinder an und begleitete mit einer unglaublichen Geduld die Auseinandersetzung. Ich selbst hätte nach 5 Minuten gesagt: „Und Schluss, wir machen das jetzt so wie ich es sage!“ Sie aber machte keine Ansagen, keine Vorschläge, sondern fragte die Kinder nach ihren Ideen, ihren Gefühlen und Meinungen. Sie moderierte den Streit der Kinder sozusagen. Es dauerte insgesamt bestimmt 20 bis 30 Minuten. Doch danach waren sich die Kinder einig wie sie die Schaukel aufteilen konnten. Sie waren alle wieder zufrieden und hatten nebenbei gelernt, wie man auf konstruktivem Weg gemeinsam Lösungen finden kann. Das hat mich sehr beeindruckt und überzeugte mich, dass mein Kind hier gut aufgehoben ist.

 

Was ist das Besondere am Freien Aktiven Kindergarten?

Im Freien Aktiven Kindergarten hatte ich erstmals bei einer Betreuungseinrichtung das Gefühl, dass diese tatsächlich für die Kinder gemacht ist und sie sich an ihren Bedürfnissen ausrichtet. Oft habe ich es umgekehrt gesehen (und ich habe mehrere Einrichtungen kennen gelernt): Dass sich die Kinder nach den Bedürfnissen der Einrichtung bzw. der Erwachsenen ausrichten müssen. Egal wie sinnvoll oder unsinnig manche Dinge waren, wie Hausschuhpflicht, wie die gewünschte Lautstärke beim Spielen oder das Stillsitzen während des Morgenkreises, usw. So etwas gibt es im Freien Aktiven Kindergarten nicht. Das ist für mich der größte und wichtigste Unterschied: Dass dieser Kindergarten es nicht nur auf seiner Webseite stehen hat, sondern tatsächlich im Alltag kind- und bindungsorientiert arbeitet.

Im tagtäglichen Umgang wird das beispielsweise so umgesetzt, dass (fast) alle Aktivitäten freiwillig sind: Egal ob Morgenkreis, das Werkstattangebot, ob drinnen oder draußen Spielen, der Turntag oder diverse andere Angebote – es wird den Kindern freigestellt, ob sie mitmachen möchten oder nicht. Es gibt keine Regeln wie: „Um 11.00 Uhr gehen alle Kinder in den Garten zum Spielen“. Trotzdem bietet der Kindergarten durch wiederkehrende Punkte einen strukturellen Halt: Morgenkreis, Knabberzeit, Geschichtenzeit, Mittagessen, usw. werden jeden Tag gelebt. Die Betreuer dort heißen nicht Erzieher, sondern Begleiter, da sie die Kinder in ihrer Art und ihrem Wachstum begleiten. Konkret heißt das, wenn ein Kind sich für etwas interessiert, versuchen die Begleiter darauf einzugehen, indem sie Angebote dazu machen. Sie bremsen die Kinder nicht unnötig aus, sondern ermuntern sie zu forschen und sich selbst und ihre Kräfte zu erfahren. Sie gehen mit den Kindern in Beziehung, kommunizieren mit ihnen auf Augenhöhe und nehmen ihre Bedürfnisse ernst.

 

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Deine Tochter geht in den Freien Kindergarten, wird sie später dann auch in die Freie Schule gehen?

Je mehr ich mich mit dem Regelschulsystem beschäftige, desto mehr tendiere ich zu dem Abenteuer Freie Aktive Schule. Da wir Eltern beide auf eine Regelschule gegangen sind, wäre es für uns tatsächlich wie ein kleines Abenteuer. Denn an der Freien Aktiven Schule gibt es keine festen Klassen und nicht so konkrete Lernziele wie an einer Regelschule. Es gibt Kinder, die mit 9 Jahren noch nicht lesen und schreiben können – dafür aber viel anderes gelernt haben. Das müssten wir als Eltern aushalten können.

Für unsere Tochter wäre vieles jedoch einfacher: Sie kennt schon einige Schüler dort, da Kindergarten und Schule sich in gewissen Bereichen wie dem Malraum, dem Außenbereich oder der Turnhalle oft treffen und ein reger Austausch statt findet. Sie kennt dadurch auch bereits das Gebäude und die Begleiter der Schule. Und vielleicht der wichtigste Punkt: Es würde ihrer Art zu lernen sehr entgegen kommen, denn sie lernt sehr stark in Phasen. Mal möchte sie wochenlang Buchstaben lernen und schreiben. Danach kommt eine Zeit, in der sie viel Bewegung benötigt und kaum still sitzen kann, wenn man ihr ein Buch vorlesen möchte. Einige Wochen lang zählt sie alles, was man so zählen kann: Autos, Stifte, Menschen, Treppenstufen, Bushaltestellen, … Dann verliert sie wieder das Interesse an Zahlen und wendet sich dem nächsten Thema zu. An der Freien Aktiven Schule wird dem Rechnung getragen und sie kann frei entscheiden. Wann sie was lernen möchte. Wie stark sie es vertiefen möchte. Oder wann sie eine Pause benötigt und sich lieber bewegen möchte.

Wir sind also noch am Überlegen, ob es die Freie Aktive Schule wird oder doch eine Regelschule. Auf jeden Fall darf unsere Tochter mit entscheiden, denn sie muss sich dort ja für einige Jahre wohlfühlen.

 

 

Liebe Daniela, vielen lieben Dank für Deine schönen Antworten und die Aufklärung über die Freie Aktive Schule bzw. den Kindergarten. Ich persönlich finde das Konzept wirklich toll und kenne selbst einige Eltern, die absolut begeistert und sehr zufrieden sind. Aber wie Du bereits schreibst, muss man als Eltern es sicherlich “aushalten” können, wenn das Kind im direkten Vergleich zu anderen Kindern aus Regelschulen steht, da wir uns in unserer Leistungsgesellschaft gerne und oft vergleichen. Das beginnt bereits im Kindergarten, was wirklich schlimm ist.

Eigenmotivation und Spaß am lernen werden in der Freien Aktiven Schule sicherlich weitaus besser und individueller gefördert wie auf einer Regelschule. Ob für uns die Entscheidung für das Gymnasium und den leidigen G8 Zug die richtige war, wird sich zeigen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

 

Liebe Grüße.

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Du bist einzigartig mit Bodyrockerin Susi Perrone

Hallo Ihr Lieben.

Hattet Ihr schöne Feiertage und habt die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunde genossen? Wir konnten beide endlich mal ein wenig zur Ruhe kommen und haben es uns die vergangenen Tage so richtig gut gehen lassen. Natürlich haben wir geschlemmt, wenig geschlafen, sehr viel Alkohol getrunken, aber das ist wohl in diesen besonderen Tagen zwischen den Jahren ganz normal. Die Hose spannt natürlich nun ein wenig und wir sollten und möchten uns endlich einmal wieder mehr bewegen. Und da ja an Silvester die meisten Vorsätze gefasst werden, wie beispielsweise mit dem Rauchen aufzuhören oder endlich mal ein wenig mehr Sport zu treiben, stellen wir Euch heute zum vielleicht genau richtigen Zeitpunkt die Personal Trainerin, BodyRockerin und Physiotherapeutin Susi Perrone vor, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.

Susi hat ebenfalls drei Kinder und hat seit sechs Jahren mit ihrer Freundin Daniela, die wir Euch ja auch schon vorgestellt haben, die Bodyrocker gegründet, die auch uns schon ganz schön ins schwitzen gebracht haben.

Jetzt möchten wir Euch nicht länger auf die Folter spannen und starten mit dem Interview:

 

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Name: Susi Perrone

Blog: Homepage: www.personalfitness-esslingen.com

Beruf: Physiotherapeutin & Personal Trainerin

Anzahl und Alter der Kinder: Antonio, fast 8, Emiliano, 5 und Cristiano, 2

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Sehr sportlich und aktiv (wobei es das immer noch ist :-) )

Ich bin viel gereist, hatte lange Jahre ein Pferd, habe viel Zeit im Stall und generell mit Sport verbracht.

Nach meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin habe ich mich vor 10 Jahren als Personal Trainerin selbstständig gemacht.

 

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Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Ich bin sehr viel dankbarer seit ich meine Kinder habe und weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, drei tolle und gesunde Kinder zu haben.

Ich vermisse überhaupt nichts, da ich alles habe, was mich glücklich macht!

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert, seit Du Kinder hast?

Mein Stil ist und war schon immer sehr sportlich, sowohl beruflich als auch privat.

 

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Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Um 6Uhr aufstehen, frühstücken und die Kids für die Schule und Kita fertig machen. Um 8Uhr gebe ich mein erstes Personal Training und zwischen 14 und 15.30Uhr mache ich Feierabend.

Danach Kinder einsammeln, entweder zum Sport fahren oder die Nachmittage ohne große Planung mit den Kids verbringen. Abends essen wir alle 5 zusammen und bringen die Kids gemeinsam ins Bett.

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Zum einen der Tod von meinem Bruder vor 18 Jahren- dadurch wurde mir bewusst, wie schnell das Leben vorbei sein kann und dass man deshalb aus seinem Leben die beste Version machen sollte!!

Und zum anderen die Geburten meiner Kinder- diese bedingungslose Liebe ist einfach unbegreiflich schön.

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Du hast nur dieses eine Leben- dieses Leben ist ein Geschenk, mach das allerbeste daraus- jeden Tag- und sei dafür dankbar!

 

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Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Zusammen in den Urlaub fahren, Sport machen (egal ob Fussball, Tennis, Ski…), mit allen 3en im Bett liegen und schmusen und vorlesen

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Basteln!!! Weil ich es einfach nicht kann und mag.

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Spiel: Wir lieben Lotti Karotte

Buch: Der Grüffelo (seit Jahren lese ich das abends vor :-) )

Klamotten: Ich finde Vingino ziemlich cool

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Am allermeisten mein Mann. Ohne seine Unterstützung wäre das alles nicht möglich.

Und alle vier Großeltern, die zum Glück alle in der Nähe wohnen.

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Was macht Dich glücklich und was traurig?

Meine Familie macht mich sehr glücklich. Mein Mann und meine Kinder sind das Beste, das mir passiert ist.

Unglücklich macht mich die Entwicklung unserer Welt. Ich versuche das allerdings so weit wie möglich auszublenden und schaue keine Nachrichten und lese keine Zeitung.

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Wie bist Du auf die Idee gekommen, Bodyrocker zu gründen?

2011 fiel mir auf, dass es ein „bezahlbares Personal Training in der Gruppe“, das immer draußen stattfindet, in unserer Region noch nicht gibt, die Nachfrage aber vorhanden ist. Über meinen Job im Fitnessstudio kannte ich meine spätere Geschäftspartnerin Daniela Schimanko (www.mommydaddytuning.de). Ich erzählte ihr von meiner Idee und so entstand unsere gemeinsame Firma D&S Outdoor Challenge. Wir nennen uns auch „Body Rocker“ und trainieren mit unseren Teilnehmern das ganze Jahr bei Wind und Wetter draußen. Es gibt viele Menschen, die genau das wollen und so traf unsere Idee ins Schwarze. Inzwischen gibt es uns seit fast sechs Jahren und wir bieten zwei Trainingseinheiten pro Woche an, in dem unsere vornehmlich weiblichen Teilnehmer ein ziemlich anstrengendes Workout absolvieren. Auch hier gibt es die Möglichkeit, wenn mal kein Babysitter verfügbar ist, dass sowohl wir als auch die Teilnehmer ihre Kinder mitbringen können. In einem Park wie dem Bruckenwasen in Plochingen ist das kein Problem. Unser Motto lautet: Ein Kind darf kein Hindernis sein, um Sport zu machen!

Gibt es einen besonderen Tipp von Dir, wie man als Mami fitter wird?

Na klar! Trainiere mit mir! :-)

 

Susi, vielen lieben Dank für dein Interview bei uns.

Für alle, die nun neugierig geworden sind: ab dem 8. Januar startet ein neuer Body Rocker Kurs!!! Hier findet Ihr weitere Infos.

Liebe Grüße.
rosa&limone

 

 

 

Du bist einzigartig mit Alexandra/Mama im Ländle

Hallo Ihr Lieben!

Hattet Ihr schöne Osterfeiertage? Wir sind beinahe eingeschneit worden, so viel Neuschnee ist die letzten Tage in Österreich und im Allgäu gefallen. Die Kinder waren im absoluten Glück, haben Iglus gebaut, Schneeballschlachten veranstaltet, waren Schlitten und natürlich Skifahren. Es war herrlich, gemeinsam einige Tage in den Bergen zu entspannen.

Heute möchten wir Euch eine Bloggerkollegin von uns vorstellen, die ebenfalls aus der Region kommt und zwar Alexandra von Mama im Ländle, einem regionalen Familienblog mit überregionalen Themen.

Mama im Ländle wurde von Alexandra gegründet, die ursprünglich vom Niederrhein stammt und seit über 20 Jahren im schönen Schwabenländle lebt. Alexandra ist Mutter einer Tochter und von Beruf Verlegerin und Autorin. Daher handelt ihr Familienblog über Themen wie Zeit- und Lebensfragen, Ausflüge und Reisen mit Kindern, Gedanken zu Erziehung und Gesundheit und gibt Spielzeug-, Medien-, Kreativ- und Wellnesstipps. Ein großer Bestandteil ihres Blogs sind Gespräche mit Eltern und Großeltern über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und über Lebens(t)räume. Schaut vorbei, Ihr werdet es nicht bereuen.

Los geht es jetzt aber mit unserer Interviewreihe “Du bist einzigartig”, in der uns Alexandra einige Fragen beantwortet:

 

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Name: Alexandra Gaida-Steingaß

Blog: www.mama-im-laendle.de

Beruf: Ich bin gelernte Verlagskauffrau und Dipl.-Wirtschaftsingenieurin (FH). Heute arbeite ich als Autorin, Verlegerin und Bloggerin.

Anzahl und Alter der Kinder: Eine Tochter (5)

 

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Glücklich und ausgefüllt, ungebunden und spontan. Ich bin gern mit einem Buch zu Hause geblieben, ebenso gern auf eine Party oder ins Theater gegangen und ich bin viel gereist.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Interessanterweise fehlt mir nichts. Denn: Alles im Leben hat seine Zeit. Partys, durchtanzte Nächte − Das sind tolle Erinnerungen, die ich nicht missen möchte. Und doch ist das alles ziemlich weit weg, fast wie aus einem anderen Leben. Was ich manchmal vermisse, ist die Spontaneität eines Urlaubs oder Kurztrips. Das bedarf heute doch einer längeren Vorbereitung.

Die größte Veränderung, die mein neues Leben als Mama mit sich brachte, liegt sicher in der Veränderung meiner Persönlichkeit. Entscheidungen, die ich treffe, treffe ich nun nicht mehr für mich, sondern für meine Familie. Das lässt mich einerseits überlegter werden, andererseits bin ich aber auch kompromissloser geworden.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert, seit Du Kinder hast?

Stil bedeutet für mich, nicht jedem Trend hinterher zu laufen, sondern sein eigenes Ding zu machen. Also beispielsweise Klamotten zu tragen oder seine Wohnung einzurichten, wie man selbst es möchte und wie es zur eigenen Persönlichkeit passt.

Seit ich Mutter geworden bin, verzichte ich fast komplett auf hohe Schuhe. Ihren Platz haben überdimensionale Handtaschen eingenommen, in die der halbe Hausrat passt.

 

Große und kleine Büchermacher

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Unsere Tochter läuft morgens gegen acht in den Kindergarten und kommt um halb eins nach Hause. In dieser Zeit arbeite ich. Nachmittags gehört meine freie Zeit ihr. Dann unternehmen wir entweder etwas oder sind gemütlich zu Hause, in der Bücherei, fahren Fahrrad oder gehen schwimmen. Wenn sich die Kinder verabreden, spielen sie gern bei uns und dann ist natürlich ordentlich was los. Oft ist Luise aber auch bei Freundinnen, so dass ich die Zeit für Erledigungen oder ein längeres Telefonat nutze. Um 20 Uhr ist spätestens Zapfenstreich und Luise liegt im Bett. Manchmal schreibe ich dann noch einen Blog-Post oder lese abends auch gern ein gutes Buch.

 

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Sicherlich mein Beruf, denn ich habe schon immer etwas mit Büchern gemacht. Das Lesen und das Schreiben sind meine steten Begleiter – in allen Lebenslagen. Ich erzähle meiner Tochter abends gern Geschichten. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht vorlesen. Ich schreibe gern und häufig Briefe. Geprägt hat mich meine Oma, die mir immer vorlas und mir schon früh den Wert von Büchern, „erzählter Geschichte“, Reisetagebüchern etc. vermittelte. Heute befinden sich einige ihrer alten Schätze in meinem Besitz und auch Luise hat früh gelernt, sorgsam mit alten Fotos, Büchern und Dokumenten umzugehen.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf ihrem Weg mitzugeben?

Meine Tochter hat ein tiefes Urvertrauen und glaubt sehr stark an sich und ihre Fähigkeiten. Sie ist empathisch und kommunikativ, ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren. Das finde ich wichtig. Wir leben sehr unbeschwert, besprechen oft aber auch ernstere Themen, da Luise viel aufnimmt und sich dann so ihre Gedanken macht. Dennoch möchte ich ihr an jedem Tag zeigen: Das Leben ist schön. Nimm es in die Hand und mach etwas daraus. Dazu gehört für mich, Leistungsdruck und Überforderung zu vermeiden. Luise soll sich entsprechend ihrer Fähigkeiten entfalten. Sie soll Kind sein, ihre Kreativität ausleben und die Welt mit all ihren Sinnen entdecken. Dazu braucht sie keinen „Dienstplan“ von uns Erwachsenen, sondern Vertrauen, Schutz, Wärme und Zeit. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man an ihm zieht.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Ich liebe Museen und Büchereien. Und wir verreisen gern. Wir waren im vergangenen Jahr zwei wunderbare Monate in Asien unterwegs und sind durch Sri Lanka und Thailand gereist, waren in Singapur und auf Bali. Aber neue Dinge (er)finden wir auch in unserem Alltag. Und genau das liebe ich an Kindern: Ihre Fähigkeit, aus augenscheinlich ganz gewöhnlichen Kleinigkeiten etwas Besonderes, Großes zu machen.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Ich habe seit einigen Jahren zunehmend Probleme mit der Höhe. Aussichtstürme, hohe Rutschen, Kletterparks, Dreimeterbrett… für all diese Dinge ist mein Mann zuständig. Riesenradfahren auf dem Frühlingsfest geht gerade noch.

 

Gaida-Steingass

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Luise ist am glücklichsten, wenn sie in der Natur und mit Tieren zusammen ist. Aber wir spielen auch sehr gern. Momentan ist unser Favorit das Spiel „Dicke Luft in der Gruft“ mit seiner Erweiterung „Frische Luft für die Gruft.“

Unser aktuelles Lieblingsbuch ist „Der Wind in den Weiden“ (Verlag Urachhaus) und „Das Tanzbärenmärchen“ (Thienemann Verlag). Und kennt ihr noch die „Geheimnis um…“-Reihe von Enid Blyton, die bereits in den 1950er Jahren erschienen ist? Die habe ich schon als Kind geliebt und wir lesen die Bücher mit großer Begeisterung.

Kinderbekleidung kaufe ich am liebsten in Second Hand Shops und auf Flohmärkten. Lieblingsmarken in dem Sinne habe ich nicht, finde aber immer wieder die Sachen von Petit Bateau sehr schön und wertig.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Meine Mutter. Sie hat zwei Pferde und tausend Spielideen, so dass Luise unheimlich gern bei ihr übernachtet, reitet und im Garten tobt.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Glücklich machen mich oft schon ganz kleine Dinge. Ein unbeschwerter Familienausflug, ein nettes Gespräch, ein schönes Buch, ein spontaner Prosecco. Traurig macht mich wenig, muss ich gestehen. Eher werde ich ungehalten und wütend. Der zunehmende fehlende Respekt der Menschen untereinander macht mich beispielsweise oft sprachlos.

 

Anders als erwartet

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen zu bloggen? Was findet man bei Dir auf dem Blog?

Als Autorin und Inhaberin eines kleinen Verlages ist mein „Herzens-Medium“ eigentlich das Buch. Doch der Prozess des Büchermachens ist aufwändig und zeitintensiv. Durch den Blog erreiche ich meine Leser schneller und direkter und kann eine zweite Leidenschaft einbringen – das Fotografieren.
Auf meinem Blog finden sich viele Menschen und ihre persönlichen Lebensgeschichten. Denn als ich vor zwei Jahren mein Buch „Anders als erwartet“ veröffentlichte, in dem ich zwölf Elternpaare zu ihren besonderen familiären Herausforderungen interviewte, zeigten mir die zahlreichen Reaktionen der Leser, dass genau diese Geschichten aus dem Leben berühren und Mut machen. Auf dem Blog finden sich aber auch Reise-, Hotel- und Ausflugstipps, Spielzeug- und Buchempfehlungen, Erziehungs- und Gesundheitstipps. Das Bücherschreiben bleibt parallel zum Bloggen meine große Leidenschaft und die ersten Überlegungen für ein neues Buchprojekt sind gerade abgeschlossen.

 

Viele lieben Dank Alexandra für Deine Zeit und Deine schöne Antworten. Wir würden uns freuen, Dich einmal in Natura kennen zu lernen.

Euch allen eine schöne Restwoche, liebe Grüße.

rosa&limone