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Du bist einzigartig mit Tanja von SCHWABEN-MOM

Hallo Ihr Lieben!

Es gibt sehr viele Mama- und Familienblogs im Raum Berlin und Hamburg, aber nur recht wenige im Raum Stuttgart. Einer von Ihnen ist der Blog SCHWABEN-MOM aus Stuttgart, der von Tanja Reiners gegründet wurde. Die Verlagskauffrau und Betriebswirtin stammt aus Hannover und lebt, als zugereiste SCHWABEN-MOM, mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Stuttgart. Ihr haben wir bereits vor einiger Zeit ein Interview gegeben. Wenn Ihr es nachlesen möchtet, findet Ihr es hier.

SCHWABEN-MOM ist eine Plattform für moderne Mütter in Stuttgart & Region, die etwas erleben möchten, sich weiter entwickeln und das Leben in vollen Zügen genießen möchten – mit Kindern und ohne Kinder. Schaut dort einmal vorbei, es lohnt sich!

Wir freuen uns, dass Tanja bei unserer Interviewreihe mitgemacht hat und bedanken uns für die persönlichen Antworten:

 

Tanja-Reiners-Schwabenmom

Name: Tanja Reiners

Blog: Mama-Blog SCHWABEN-MOM

Beruf: Leiterin Corporate Publishing in einer Agentur (Yaez) für Kinder- und Jugendmedien

Anzahl und Alter der Kinder: 2 (6 und 10 Jahre)

Copyright Fotohaus Kerstin Sänger

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Ganz anders: viel Arbeit, viel Sport, viele Kinoabende, viel Zeit für mich.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Alles hat sich verändert. Das Leben ist lauter, bunter, anstrengender und schöner geworden. Manchmal vermisse ich ein bisschen mehr Zeit für mich, aber das kommt langsam wieder.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Stil ist das, womit man sich wohlfühlt. Etwas, das die eigene Persönlichkeit unterstreicht und authentisch macht. Der Stil ändert sich aber mit jeder Lebensphase und mit dem Älterwerden. Und ich bin da immer auf der Suche. Aber wichtiger ist mir vor allem, dass ich mich in meiner Haut wohlfühle als in irgendeiner Klammotte.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Auf den letzten Drücker aufstehen, gemeinsam frühstücken und dann brechen alle auf – zur Schule und zur Arbeit. Ich bin jeden Mittag zum Essen wieder zurück, auch wenn das sehr sportlich ist, ist mir das sehr wichtig. Wenn die Kinder aus der Schule zurück kommen, haben sie so viel zu erzählen. Es ist auch ihnen wichtig, dass jemand da ist und ihnen zuhört. Nach dem Essen gibt es eine Ruhephase, danach machen wir Hausaufgaben. Und dann gehen die Nachmittagstermine bei den Kindern los, oder die Verabredungen. Aber wir sind nicht jeden Tag verplant – wir sind alle gerne Zuhause und haben auch öfter gar nichts vor.

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Vieles. Meine Eltern, meine Heimat (der Norden), mein Leistungssport in der Kindheit. Ich komme aus Norddeutschland und man spürt erst, wenn man eine längere Zeit weg ist, wie sehr uns unsere Heimat prägt. Ich fühle mich hier in Stuttgart sehr wohl, aber ich vermisse das raue Wetter, die vielen Badeseen, die Fahrradwege in der Stadt, die weiten Felder und Wiesen und die direkte Art der Norddeutschen.

Auch meine Eltern haben mich sehr geprägt. Sie waren damals noch sehr junge Eltern und wir wurden recht frei erzogen. Sie haben uns auch mehr zugetraut, als wir unseren Kindern heute. Dadurch waren wir schon viel früher selbstständig.

Ich habe meine ganze Kindheit und Jugend in der Turnhalle verbracht. Ich habe Rhythmische Sportgymnastik gemacht und jeden Tag im Bundesleistungszentrum in Hannover trainiert. Dadurch habe ich Disziplin gelernt, dass man immer an sich arbeiten muss und dass man auch mal über seine Schmerzgrenze gehen kann. Ich glaube, dadurch habe ich heute eine recht hohe Frustrationstoleranz.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Dass sie ihren eigenen Weg selber finden. Dass sie wissen, was ihnen gut tut und was nicht und ihrem Gefühl folgen – unabhängig von anderen. Dass sie sich ihre eigene Meinung bilden und Dinge kritisch hinterfragen. Und natürlich viel Liebe und eine starke Beziehung zu uns Eltern und viel Vertrauen. Dass wir immer im Kontakt bleiben, auch in schwierigeren Situationen. Aber das ist ja die Voraussetzung für alles andere.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Einfach das Zusammensein zu viert. Ich lese immer noch gerne vor, auch wenn meine Kinder jetzt schon selber lesen. Und wir reden sehr viel miteinander. Meine Kinder haben mittlerweile schon einen sehr coolen Humor entwickelt, der auch genau meiner ist. Wir können uns sehr gut zusammen schlapp lachen.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Das sind meistens diese typischen Alltagsdinge die jeder kennt, wie Anziehen, Hausaufgaben, Aufräumen – die nerven alle in der Familie und bieten auch immer wieder Konfliktpotential. Aber auch das gehört ja einfach zum normalen Familienleben dazu.

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Früher haben wir alle die Dr. Brumm Bücher vom Thienemann Verlag geliebt und so oft gelesen bis wir sie auswendig konnten. Eines unserer Lieblingsbücher ist das ABC der Schadenfreude – sehr krasser Humor, aber sehr lustig. Und das Architekturbuch Treppe, Fenster, Klo für Kinder vom Moritz Verlag.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Mein Mann und ich sind ein gutes Team. Leider haben wir keine Großeltern vor Ort, dafür aber ein gutes Elternnetzwerk.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Es sind ja meistens die kleinen, leisen Momente, die einen glücklich machen. Im richtigen Moment, die richtige Musik im Auto hören, die Kinder auf der Rückbank, alle sind fröhlich und munter – das gibt mir eine tiefe Zufriedenheit. Wenn jemand aus der Familie traurig ist, bin ich auch traurig – da kann man sich emotional nicht abgrenzen, wenn man so eng zusammengehört.

Du bist einzigartig mit Maria von Heldenschnute

Hallo Ihr Lieben!

Heute dürfen wir Euch Maria vorstellen, mit der wir seit einiger Zeit zusammen arbeiten und die einen kleinen, aber feinen Online-Shop auf die Beine gestellt hat mit Namen Heldenschnute.

Maria ist Social Media Managerin und Journalistin. Durch die Geburt ihres Sohnes hatten sich ihre Interessen etwas verschoben und sie suchte nach Hilfsmitteln, die das Leben mit Kind erleichtern können. Und so stieß sie im Internet auf die Seite der Amerikanerin Mecinna Price. Mecinna hat fünf Kinder, und um ihren Familienalltag einfacher und entspannter zu machen, entwickelte sie eine Produktlinie von kleinen Helfern. Maria testete sie alle aus und war sofort begeistert. Die formschönen, farbenfrohen und vor allem praktischen Produkte machen den Alltag mit Kindern entspannter und unbeschwerter. So kam es, dass Maria heute die alleinigen Vertriebsrechte für Deutschland von Price Products hat und die Produkte bei Heldenschnute anbietet.

Wir haben Maria nun einige Fragen rund um ihr (Familien-) Leben gestellt:

 

Maria-Heldenschnute

Name: Maria Collodoro

Blog / Shop: www.heldenschnute.de

Beruf: Social Media Managerin & Journalistin (FJS) & Online-Shop-Betreiber

Anzahl und Alter der Kinder: Einen Sohn, 2 Jahre und 5 Monate

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Ich war lange Single und habe mein Leben sehr genossen, ich habe gerne viel gearbeitet und meine Freizeit am Abend mit Freunden bunt gestaltet. Mal etwas Kulturelles, mal was Sportliches oder einfach einen guten Wein und ein gutes Essen genossen. Ich bin viel gereist und habe in Südafrika gelebt. Ich fand mein Leben auch ohne Kind sehr lebenswert und erfüllt.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Erst einmal hat sich meine Selbstbestimmtheit extrem verändert, gerade in den ersten Monaten fühlte ich mich so sehr fremdbestimmt. Was ich vermisse? Ich würde sagen Zeit und vor allem mehr Energie. Ich schaffe mir regelmäßige Auszeiten, das kann mal ein Wochenende auf Mallorca in einem Frauen-Ashram sein oder einfach nur ein Wellness-WE mit meinen Freunden. Hier versuche ich meine Energie-Speicher aufzuladen.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Oh, früher habe ich sehr gerne neue Trends ausprobiert und war streckenweise durchaus mutig. Meistens trug ich hohe Schuhe, zumindest im Büro und ich habe mich gerne zurecht gemacht. Heute versuche ich mich für die Arbeit auch noch etwas herzurichten, aber mein Stil ist eher klassisch und durchaus langweilig geworden. Für die Freizeit mit meinem Sohn wähle ich eher etwas Bequemes. Ich wäre aber lieber eine dieser Frauen, die trotz Kind von oben bis unten farblich aufeinander abgestimmt und stilvoll durchs Leben gehen, aber dazu fehlt mir dann wieder die Energie. :(

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

6:00 Uhr klingelt der Wecker, 7:00 Uhr wecke ich meinen Sohn, während sich mein Mann fertig macht, dann fahre ich ins Büro, Meetings und das Tagesgeschäft werden begleitet und erledigt. Um 14:00 Uhr stürme ich aus dem Büro, da ich um 14:30 Uhr meinen Sohn aus der Kita abhole. Ab dann ist nur noch mein Sohn dran, entweder

treffen wir uns mit Freunden oder wir spielen zu Hause, oder die Großeltern kommen. Wenn mein Mann gegen 18.30 Uhr nach Hause kommt, beschäftigt er sich mit dem Kleinen und ich nutze die Zeit für Heldenschnute und arbeite Bestellungen ab. Oder für die Hausarbeit, oder für Freunde oder für Sport, oder für mich!

 

 

Maria

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Am meisten hat mich glaube ich meine Zeit in Südafrika geprägt. Eine Freundin in Kapstadt ist sehr aktiv in der Unterstützung von Aids-Waisenhäusern und so war ich einige Male mit. Es war eine so schöne und lebensfrohe Zeit und diese Kinder sind so wahnsinnig lebensbejahend, dass ich nach meiner Rückkehr dieses Jammertal hier zum Teil nicht ertragen konnte. Wir leben hier alle so gut und wissen das nicht zu schätzen, das macht mich manchmal traurig und zumeist wütend.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Ich wünsche mir, dass mein Sohn weltoffen und ohne Vorurteile durchs Leben geht. Ich hoffe, dass er sich nicht nur von einer Meinung blenden lässt und immer den Mut haben wird, auch mal zu hinterfragen und auch zwischen den Zeilen zu lesen. Er sollte respektvoll mit den Menschen umgehen. Und er sollte jeden Tag lachen, mit anderen und auch über sich selbst. Ich hoffe natürlich auch, dass er geliebt wird und in der Lage sein wird zu lieben.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Wir lachen sehr viel, obwohl er noch so klein ist haben wir denselben Humor und können über Blödsinn so unbeschwert lachen. Ich liebe seine Unbekümmertheit. Es macht mir so viel Freude zu sehen, dass er an unserer Seite immer mutiger wird und Dinge selber ausprobieren möchte. Das macht mich so stolz. Jeden Tag genieße ich diese kleinen Augenblicke.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Uii diese kleinen Diskussionen um Alltägliches, die jeden Tag gemacht werden wie Zähneputzen oder Waschen. An einem Tag ist das gar kein Thema, am nächsten ein Staatsakt und meistens sind das diese Tage, die eh schon stressig sind.

 

Maria-Collodoro-Heldenschnute-Interview

 

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Wir mögen die Streit- und Versöhnungsgeschichten von der blöden Ziege und der dummen Gans. Hier werden beide Perspektiven aufgezeigt, das gefällt mir.

Selbstverständlich die kleinen Helferlein von Heldenschnute, die den Alltag mit Kindern, doch ein wenig vereinfachen.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Meine Mutter, meine Schwiegereltern und meine Freundin, sprich seine Patentante.

Da aber keiner von denen in unserer Stadt wohnen in aller erster Linie mein Mann. Ach ja, und noch die Kita.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Glücklich macht mich mein Leben. Glücklich macht mich mein lebensfroher und neugieriger Junge. Glücklich macht mich mein geduldiger Mann. Glücklich machen mich ehrliche Momente mit Freunden. Glücklich macht mich Gesundheit. Glücklich machen mich spannende Projekte. Glücklich macht mich Albernheit, Tiefsinnigkeit und Interviewanfragen, sprich ernsthaftes Interesse an meiner Person :)

Traurig machen mich im Moment dumme Menschen, die sich schnell verunsichern lassen und nichts hinterfragen. Traurig machen mich Ungerechtigkeiten, Intrigen, Krankheit und Hilflosigkeit.

 

 

Liebe Maria, vielen lieben Dank für das schöne und sympathische Interview mit Dir!

Euch allen wünschen wir eine schöne Restwoche, seid lieb gegrüsst

rosa&limone

 

Du bist einzigartig mit Brigitte plus Buchverlosung

Hallo Ihr Lieben.

Wir im Süden sind immer noch etwas im Ferienmodus, rosa ist erst gestern wieder zurück aus dem Allgäu gekommen und wir hatten leider noch nicht die Zeit, uns im neuen Jahr wieder zu sehen. Aber das wird ganz bald nachgeholt!
Das letzte Wochenende vor Schul- und Kindergartenbeginn steht vor der Türe und wir werden versuchen, das Wochenende noch einmal in vollen Zügen zu genießen, noch einmal die vergangenen drei Wochen Revue passieren zu lassen und uns natürlich auch ein wenig auf die kommende Zeit vorzubereiten. Ehrlich gesagt sind wir ein wenig traurig, dass die Ferien vorbei sind, andererseits aber auch teilweise froh, dass die Kinder wieder ihren normalen “Beschäftigungen” nachgehen und wir nicht von morgens bis abends für ihre Freizeitplanung zuständig sind. Und am Montag haben wir ein Geburtstagskind, für das natürlich auch noch einiges vorzubereiten gilt.

Als erstes Interview im Jahr 2016 dürfen wir Euch heute Brigitte vorstellen, die wir seit einigen Jahren kennen, sehr mögen und überaus schätzen. Sie ist selbständige Journalistin sowie Mutter von drei Kindern und immer mit diversen Projekten beschäftigt. Eines ihrer Projekte war vergangenes Jahr die Erstellung eines schwäbischen Kochbuches mit den Lieblings-Rezepten aus der Region. Brigitte hat sich in Schwaben auf die Suche gemacht nach Rezepten, die es wert sind, festgehalten zu werden, bevor sie in Vergessenheit geraten. Und es sind Geschichten dabei, die oft seit vielen Jahren nicht mehr erzählt worden sind. Auch ich durfte mitmachen und habe ein Rezept meiner Oma beigesteuert, das ich heute noch sehr liebe, mit dem ich schöne Erinnerungen verbinde und das auch meine Kinder überaus mögen, nämlich “Apfelküchle mit Vanillesoße”!

Brigitte war so lieb und stellt uns nun drei Exemplare ihres Kochbuches “Schwaben. Die Gerichte unsere Kindheit. Rezepte und Geschichten” zur Verlosung für Euch zur Verfügung, ist das nicht toll? Aber jetzt starten wir erst einmal mit ihrem Interview:

 

 

 

Brigitte-Fries2

 

Name: Brigitte Fries

Beruf: Journalistin

Anzahl und Alter der Kinder: 3 Kinder (9, 6 und 4 Jahre)

 

 

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Vor der Geburt meiner ersten Tochter war ich in der Redaktion einer Lokalzeitung. Der Arbeitstag hat selten vor 10 Uhr begonnen, dafür war aber meist spät Feierabend. Abend- und Wochenendtermine waren mehr Regel, als Ausnahme, was mir aber wenig ausgemacht hat, da ich schon immer gerne gearbeitet habe. Und mein Beruf bietet die Chance, fast immer und überall reinschauen zu dürfen. Diese Möglichkeit fasziniert mich bis heute.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Nach der Geburt meiner Großen war schnell klar, dass ich wieder zurück in den Job will, dass sich aber die früheren Arbeitszeiten schlecht mit Kindern vereinbaren lassen. Daher habe ich zunächst die Seiten gewechselt und habe in einer Pressestelle gearbeitet, was auch eine spannende Erfahrung war. Nachdem unser Sohn auf der Welt und in der Krippe bestens betreut war, bin ich in das Stadtberatungsbüro meines Mannes mit eingestiegen. Ich unterstütze ihn bei Bürgerbeteiligungsaktionen, führe Interviews, schreibe Artikel für Stadtteilzeitungen – alles Themen, die nicht sehr weit weg sind von dem, was ich bisher gemacht habe. Außerdem bin ich gemeinsam mit einem Fotografenkollegen regelmäßig für das Magazin „Mein Ländle“ auf Tour – ein spannender Job, durch den wir viele interessante Gegenden und noch mehr interessante Menschen kennen gelernt haben. Was ich vermisse, ist die frühere Arbeitsweise, nämlich zu arbeiten, bis ein Projekt zu Ende ist und sei es bis in die Nacht hinein. Da mein Mann unter der Woche in vielen Städten unterwegs ist, ist es hauptsächlich an mir, die Kinder „einzufangen“ und mit all ihren Aktivitäten zu koordinieren. So dass mir immer die Zeit im Nacken sitzt und vieles oft mittendrin unterbrochen werden muss. Sei es ein Artikel, der eben wann anders fertig geschrieben werden muss, oder die Spülmaschine, die aufs Ausräumen wartet.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert, seit Du Kinder hast?

Was Mode angeht, war ich nie sehr experimentierfreudig. Ich bewundere vor allem Frauen, die ein sicheres Händchen für Accessoires haben. Ich selbst mag es eher klassisch-schlicht, ohne viel Schnickschnack. Wobei ich vor allem die hohen Schuhe vermisse, die ich früher oft und gerne getragen habe. Doch während der Schwangerschaften und den Zeiten mit Baby auf dem Arm, habe ich mir diese leider fast vollständig abgewöhnt. Schade eigentlich. Nur zum Tanzen müssen es nach wie vor hohe Absätze sein.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Früh aufstehen war noch nie meins. Daher quäle ich mich Morgen für Morgen um 6.30 Uhr aus dem Bett, um die Große zu wecken. Während sie sich für die Schule fertig macht, lasse ich mir den ersten Kaffee raus, ohne den gar nichts geht. Währenddessen richte ich die Vesperdosen für die Kinder, schäume Milch auf für meinen Frühstücksmuffel, damit sie wenigstens einen Kakao trinkt, bevor sie aus dem Haus geht und versuche nebenher einen Blick in die Tageszeitung zu werfen. Wenn die Kleinen nicht ohnehin von selber wach werden, wecke ich als nächstes den Mittleren, der als Erstklässler meist erst zur zweiten Stunde raus muss. Er braucht noch die ein oder andere helfende Hand, so dass ich mich richten kann, während er sich fertig macht. Zu guter letzt ist unser Nesthäkchen dran, die ich in der Regel so um 8.30 Uhr zum Kindergarten bringe. Von da aus gehe ich entweder ins Büro, das geschickterweise in der gleichen Straße ist, in der wir wohnen, oder hole den Fotografen samt Equipment für einen Termin ab. Je nachdem, was für den Tag geplant ist. Manchmal sind es auch nur der Großeinkauf und der Berg Schmutzwäsche, die auf mich warten.

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Auf jeden Fall meine Eltern, die immer für mich da waren, und die Freunde, die mich auf meinem Weg begleitet haben.

 

Was ist Dir wichtig, Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Unsere Kinder sollen wissen, dass wir immer hinter ihnen stehen – egal was kommt. Ich denke, mit dieser Sicherheit im Rücken können sie voller Zuversicht hinaus ins Leben gehen. Sie sollen Menschen gegenüber offen und tolerant sein und jeden nach Möglichkeit so nehmen, wie er ist. Ehrlichkeit und Respekt im Umgang miteinander sind uns außerdem wichtig. Und die unserer Meinung nach grundlegenden Umgangsformen: Grüßen, Bitte, Danke, Entschuldigung sagen, all diese Dinge müssen selbstverständlich sein.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Den meisten Spaß haben wir, wenn wir abseits der alltäglichen Zeitzwänge am Besten draußen unterwegs sind. Entweder beim Fußball spielen oder Ski fahren, beim Eis essen oder im Schwimmbad. Hauptsache zusammen. Und gerne auch mit vielen anderen.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Gar keinen Spaß macht es mir, sie antreiben zu müssen – morgens, wenn die Zeit drängt, oder abends, wenn alle müde und knatschig sind und sie aber dringend ins Bett müssen. Dann macht mir der „Mama-Job“ tatsächlich wenig Freude.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Ich habe das Glück, dass beide Großeltern in der Nähe wohnen und geradezu begeistert sind, wenn sie die Kinder von Kindergarten oder Schule abholen dürfen. Daher gibt es auch feste Oma-Nachmittage, so dass ich wechselweise Zeit mit dem ein oder anderen Kind verbringen kann, ganz ohne die Geschwister, oder an denen ich lang arbeiten kann. Außerdem haben wir eine Babysitterin, die meist einspringt, wenn Abendtermine anstehen und mein Mann nicht da ist oder wenn wir tatsächlich einfach nur mal ausgehen möchten.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Auch wenn es abgedroschen klingen mag: Meine Kinder machen mich glücklich. Oft ist man abgekämpft, genervt und gestresst, aber wenn einer der drei schallend lacht oder mir mit einer dreckverkrusteten Hand über die Backe streicht, sind das die Momente, die für vieles entschädigen.

 

Wie schaffst Du es, zu dem normalen Alltagswahnsinn als berufstätige Mama auch noch so „nebenher“ ein Buch zu schreiben?

Als die Anfrage von Seiten des Verlages kam, war mein erster Gedanke tatsächlich: Oh, nein! Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ein solches Projekt nicht auch dem Ego schmeichelt. Auch sonst beim Schreiben reizen mich alle Geschichten, in denen es „menschelt“. So war es auch bei diesem Buch, das ja auf den Erinnerungen der Menschen basiert. Ich habe mich über jeden handgeschriebenen Brief gefreut und über all die netten (Telefon-)Gespräche, die meist länger gedauert haben, als ich gedacht habe. Meist hieß es zu Beginn: „Ach wissen Sie, ich weiß gar nicht, was ich Ihnen dazu erzählen soll“ und dann sprudelten diese wundervollen alten Geschichten aus den Gesprächspartnern heraus.

 

 

Liebe Brigitte, vielen lieben Dank für das schöne Interview und dass ich Teil dieses Buches sein durfte. Wir freuen uns nun sehr, 3 Exemplare des Kochbuches “Schwaben. Die Gerichte unsere Kindheit. Rezepte und Geschichten” unter Euch Lesern verlosen zu dürfen.

 

 

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Hier sind die Teilnahmebedingungen, wie Ihr ein Exemplar des Kochbuches  Schwaben. Die Gerichte unsere Kindheit. Rezepte und Geschichten gewinnen könnt:

1. Ihr werdet Fan von rosa&limone auf Facebook (oder seid es bereits!)

2. Ihr schreibt einen kurzen Kommentar unter diesen Beitrag und verratet uns, was Euer Lieblingsgericht aus Eurer Kindheit ist und schon seid Ihr mit im Lostopf.

3. Teilnehmen können alle Leser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nur eine Teilnahme pro Person, bei Mehrfachteilnahme löschen wir alle betreffenden Kommentare. Teilnahme unter 18 Jahren nur mit Einverständniserklärung der Eltern. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

4. Das Gewinnspiel endet am Samstag, dem 16. Januar 2015, um 23.59 Uhr

 

 

Stierrum-rosaundlimone
Saure-Nierle

 

Nun wünschen wir Euch viel Erfolg, natürlich ein tolles Wochenende und schicken Euch viele liebe Grüße!

limone

 

 

 

 

Danke für Deinen Besuch!
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