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Du bist einzigartig mit Anna von Berlinmittemom

Hallo Ihr Lieben!

 

Es gibt viele verschiedene Mama-/Familien-Blogs und es ist manchmal gar nicht so einfach in der ganzen Bloggerlandschaft einen Überblick zu bekommen. Aber es gibt einige Juwele, die es zu entdecken gilt und die man, einmal gelesen, immer verfolgen wird! Zu unseren absoluten Lieblingsblogs gehört seit langer Zeit Berlinmittemom, den sicher einige von Euch bereits kennen und wie wir sehr lieben und schätzen. Auf Berlinmittemom erzählt Anna, die als freie Autorin mit ihren drei Kindern und ihrem Mann mitten in Berlin lebt, auf eine wunderbare, witzige und sehr charmante Art über ihre Alltagsgeschichten, die sie mit ihren Kindern erlebt, sie berichtet von Reisen und Streifzügen durch Berlin, macht Spielplatz-, Museums- und Café-Empfehlungen und zeigt Fotos von ihren Lieblingsorten und schönsten Erlebnissen.

Auf Berlinmittemom geht es immer wieder um ihre Erziehungsexperimente, um pädagogische Verzweiflungstaten und ihre persönliche Haltung dazu, wie Kinder groß werden sollten. Und wir müssen sagen, dass wir eigentlich zu 100% die Meinung von Anna teilen!

Jetzt möchten wir Euch aber nicht länger auf die Folter spannen und freuen uns auf die Antworten von Anna zu unseren Interviewfragen:

 

 

Anna-Luz-de-Leon-rosaundlimone
Name: Anna Luz de León
Blog: Berlinmittemom.com
Beruf: Kunsthistorikerin&Literaturwissenschaftlerin, heute Autorin, Bloggerin und Auftragsschreibende
Anzahl & Alter Kids: 3 Kinder im Alter von 12, 7 und 5

 

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?
 
Ich war noch Studentin, als ich mit meiner großen Tochter schwanger wurde. Mit ihr im Bauch absolvierte ich meine Magisterprüfung und heiratete kurz danach ihren Papa, meinen Mann. Mein Leben vor der Schwangerschaft war also vor allem ein typischer Student*innenalltag gewesen mit vielen verschiedenen Nebenjobs, vielen größeren und kleineren Reisen, einigen Partys und auch vielen Schreibprojekten. Mein Mann hatte derweil in Köln sein erstes Internet-Startup gegründet und das lief sehr gut – alles in allem war unser Leben aber sehr planbar und lief so vor sich hin. Die Schwangerschaft und unsere Hochzeit sowie der Abschluss meines Studiums, fielen zeitlich zusammen mit einem Jobangebot aus Berlin für meinen Mann und so waren die Wochen rund um die Geburt unserer ersten Tochter der erste große Wendepunkt in unserem gemeinsamen Leben: wir wurden Eltern, wir zogen nach Berlin, mein Mann fing einen neuen Job an
und ich tauchte ein in den Mama-Alltag in einer mir bis dato völlig fremden Stadt.

 

 

Was hat sich verändert seit du Kinder hast? Was vermisst du heute?
Ich vermisse nichts, wirklich. Auch wenn sich ALLES verändert hat. Das hört sich an, als hätte ich mein Leben vorher nicht gemocht oder als sei es im Vergleich mit meinem Leben als Mutter meiner Kinder weniger wert. So meine ich das gar nicht. Ich denke vielmehr, dass jeder Lebensabschnitt, jede Phase im Leben ihre Berechtigung hat und ihre Zeit – wenn sie vorbei ist, muss etwas Neues kommen und das müssen wir annehmen. Ich habe mir ziemlich lange keine Familie vorstellen können für mich, nicht so sehr, weil ich keine wollte, sondern weil ich als Scheidungskind nicht wirklich an das Konzept glauben konnte. Als die Entscheidung dann anstand, war ich mir allerdings sehr schnell klar, dass ich das will. Mein Leben hat sich seitdem komplett gedreht, ich bin nicht mehr nur ich, ich bin jetzt Mutter der drei wunderbarsten Wesen auf dem Planeten und ich kann eigentlich jeden Tag aufs Neue kaum fassen, dass sie wirklich zu mir gehören, dass sie meine Kinder sind und ich ihre Mutter.
Manchmal vermisse ich Menschen aus der Zeit vor den Kindern, die ich aus den Augen verloren habe oder wo der Kontakt sich durch unseren Umzug verändert hat. Und ich denke auch durchaus sentimental an nächtliche Spontanfahrten nach Paris nach einem Clubbesuch und an die Stimmung, die damals herrschte. Aber erstens bin ich heute 650km weiter weg von Paris als damals – das würde das ganze Unternehmen schon scheitern lassen. Und zweitens: ich bin zu alt für diesen Scheiß. Und das wäre ich auch ohne meine Kinder.

 

 

Was ist Stil für dich? Wie hat sich dein Stil verändert, seit du Kinder hast?
 
Ich glaube, Stil ist die persönliche Note eines jeden Menschen, sein Stempel, den er seiner Umgebung aufdrückt, indem er seine Wohnung auf eine bestimmte Weise einrichtet oder sich anzieht, wie es ihm gefällt. Insofern ist Stil für mich auch wandelbar und passt sich den Gegebenheiten und meinen Lebensumständen an – nicht umgekehrt.
Mir gefallen wahrscheinlich heutzutage nicht unbedingt andere Dinge als früher, bevor ich Kinder hatte. Es gibt eben heute nur ein paar Auswahlkriterien mehr, zum Beispiel was die Anpassung von Kleidungsstücken an den Alltag mit Kindern angeht oder die Einrichtung eines Wohnzimmers für fünf Personen, statt für zwei.
Ich mag es, wenn man sieht, wer ich bin. Heute bin ich Mutter von drei Kindern, das heißt automatisch, dass bei uns am Tisch nicht nur die schönen alten Stühle vom Antikmarkt stehen, sondern eben auch zwei Tripp Trapps und dass auf dem Sofa neben den ausgesuchten Designerkissen auch die Kuscheldecke der Kinder Platz findet. Das ist ok so. Das bin immer noch ich – erweitert um eine neue Dimension.

 

 

Wie sieht ein normaler Alltagstag bei euch aus?
 
Um 6:30 klingelt mein Wecker, der Mann ist dann meistens schon aufgestanden und hat geduscht. Wir wecken gemeinsam die Kinder, jeder schleppt eins von den kleineren mit ins Bad, damit sie nicht wieder einschlafen. Dann gehe ich ins Bad und um ca. 7:00 sitzen alle am Frühstückstisch. Die Kinder frühstücken, zanken, hören Radio und ich mache die Brotboxen aka Bentoboxen für meine drei zurecht und fülle Tee in ihre Trinkflaschen. Wenn mein Mann sie in die Schule bringt, verlassen die vier um 7:40 das Haus, um den Bus zu erwischen. Falls er nicht da ist (ca. 50% der Zeit), fahren wir um 8:00 los gen Schule, die um 8:30 beginnt. Die Große verschwindet in ihrem Gebäudetrakt, die beiden Kleinen bringe ich bis zur Klassenzimmertüre und verabschiede sie dort.
An einem „normalen“ Tag fahre ich jetzt ins Büro, in ein Shared Office, das ich mit einem Fotografen und diversen Journalist*innen teile und wo ich einen Schreibtisch habe. Ich arbeite bis ca. 14:30, dann geht’s zurück gen Schule, die Kinder wieder einsammeln. An Tagen, wo ich viel telefonieren muss oder Frauen zu Interviews treffe, fahre ich nicht ins Büro, sondern arbeite zu Hause bzw. treffe meine Interviewpartnerinnen irgendwo. Wenn die Kinder keine Nachmittagsclubs in der Schule haben, sind wir gegen 16h wieder zu Hause. Dann werden Hausaufgaben gemacht oder gelesen, bei gutem Wetter gehen wir raus oder zumindest die Kinder spielen auf der Straße. Um 18h trommele ich alle zusammen: wer baden muss ist jetzt fällig, ansonsten ist waschen, umziehen und Sachen für den nächsten Tag rauslegen dran. Ich mache in der Zeit das Abendessen und spätestens um 19h essen wir zusammen. Danach dürfen die Kleinen in der Regel 20 Minuten fernsehen, die Große schaut auf dem Laptop ihre Serie und danach werden Zähne geputzt und ins Bett gegangen. Mit Geschichte lesen, diverse Wehwehchen versorgen und Quatschen ist dann bei den Kleinen gegen 20h Licht aus. Die Große darf noch lesen bis 21h. Und ich setze mich dann meistens noch mal ans Laptop und arbeite oder blogge…

 

 

Was hat dich in deinem Leben geprägt?
 
Im positiven wie negativen Sinn: sicherlich die Trennung meiner Eltern. Der Verlauf ihrer Ehe hat mein Bild von Beziehungen negativ geprägt und ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich als Erwachsene aus diesem vermeintlichen Schema einen Schritt heraus tun konnte. Andererseits hat es mich mein Leben lang beeindruckt und positiv geprägt, wie meine Eltern ihr Elternsein gelebt haben. Mal abgesehen von Zeitgeist-Aspekten, die ja immer eine Rolle spielen, hätte ich mir keine besseren Eltern wünschen können. Für mich ist das bis heute der Maßstab, an dem ich mich selbst als Mutter entlang entwickle.
Ansonsten sind natürlich die Geburten meiner Kinder sehr prägend für mich gewesen. Erstmal dieses Riesending beim ersten Kind: Mutter werden! Und danach jedes Mal wieder zu erleben, wie die Liebe für diese kleinen Menschenkinder immer größer wird und ich mich scheinbar jedes Mal um einen Aspekt meiner Persönlichkeit erweitere. Ein Geschenk!

 

 

Was ist dir wichtig, deinen Kindern auf ihrem Weg mitzugeben?
 
Diese Frage stelle ich ja in meinen Mütter-Interviews auch meinen Interviewpartnerinnen und habe schon oft darüber nachgedacht, was ich eigentlich selbst antworten würde. Jetzt finde ich die Antwort gar nicht so einfach!
Ich hoffe, sie sehen im Zusammenleben mit ihrem Vater und mir die Dinge, die uns wichtig sind und die wir ihnen vorleben, um sie an sie weiterzugeben und ich hoffe, sie nehmen davon möglichst viel mit in ihr Leben: Liebe, Nächstenliebe, soziale Verantwortung, Offenheit gegenüber der Welt, überhaupt Weltzugewandtheit. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Fähigkeit, sich selbst als Individuum in einem größeren Zusammenhang zu begreifen. Wir sind soziale Wesen und können nur miteinander leben. Wie das Zusammenleben beschaffen ist, bestimmen wir selbst durch unser Handeln.

 

 

Dinge, die dir mit deinen Kindern am meisten Spaß machen?
 
Ich liebe es, mit meinen Kindern rumzublödeln! Mit niemandem lache ich ausgelassener als mit meinen Kindern und diese Drei sind diejenigen Menschen auf der Welt, mit denen ich mich am meisten gehen lassen kann. Außerdem erzählen wir uns gerne Geschichten oder lesen zusammen (vor). Auch Rollenspiele spiele ich gerne mit ihnen. Es ist so schön, sich ihrer Fantasie anzuvertrauen und sie Spielleiter sein zu lassen in ihren selbst erdachten Welten.
Wir genießen es auch, zusammen zu kochen und zu backen, etwas, das ich leidenschaftlich gerne tue und an dem meine Kinder gerne partizipieren.

 

 

Was macht dir mit deinen Kindern gar keinen Spaß? Und warum?
 
Ich HASSE Gesellschaftsspiele. Wirklich, das müssen andere Menschen mit meinen Kindern tun, das mache ich nur im absoluten Ausnahmefall und als Liebesdienst erster Güte. Am schlimmsten finde ich solche Sachen wie Tempo, kleine Schnecke oder Lotti Karotti. Ich langweile mich zu Tode dabei!

 

 

Ein Tipp von dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?
 
Wir mögen gerne Draußen-Spiele, für die man nicht viel braucht. In der Regel reichen dafür Straßenmalkreide, ein Springseil, schöne Findlinge, Stöcke… was man eben sonst draußen noch so finden kann.
Eins der Lieblingsbücher unserer Familie ist im Moment das Museum der Tiere von Jenny Broom, eine Art Spaziergang durch ein naturkundliches Museum zwischen zwei Buchdeckeln. Ansonsten sind wir eine Familie von Leseratten und es liegen immer Stapel von Büchern überall herum.
Lieblingsklamotten… Oh, da gibt es viele! Für meine Kleinste mag ich gern die mädchenhaften Sachen von Noa Noa Miniature, Aya Naya oder Phister & Philina. Und natürlich die tolle Kollektion vom Label meiner Freundin Rebecca, Elfenkind Berlin! Mein Sohn liebt die bunten Layershirts von Miniboden mit wilden Tieren drauf und geringelten Ärmeln. Und mein Teenagermädchen bewegt sich zielsicher in Richtung „es darf nix Auffälliges sein“. Ihr kommt es vor allem auf die Schuhe an und da müssen es im Moment Converse All Stars sein. In allen Farben und Materialien.

 

 

Wer unterstützt dich in der Kinderbetreuung?
 
Im Alltag eigentlich niemand weiter, mal abgesehen von der Hortbetreuung in der Schule bis 16h. Mein Mann kommt in der Regel spät oder ist auch mal tageweise unter der Woche weg, so dass ich meistens alleine zuständig bin. Am Wochenende übernimmt er viel der Kinderzeit und wenn wir mal ausgehen wollen, haben wir ein, zwei uns sehr vertraute Babysitter, die wir rufen können. Die bemühe ich auch, wenn ich unter der Woche Termine habe, die mit den Zeiten der Kinder kollidieren. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

 

 

Was macht dich glücklich und was traurig?
 
Es gibt sehr viele Dinge, die mich glücklich machen – Gottseidank! Ich bin ein ziemlich glücklicher und grundsätzlich positiver Mensch. Die Zutaten zu meinem Glück sind so einfach wie gigantisch: meine Familie. Die Liebe zu meinen Kindern und meinem Mann, unser familiärer Zusammenhalt und die gegenseitige Wertschätzung, die Zeit, die wir zusammen haben und die wir nutzen und genießen – das ist die Quelle meines Glücks. Drum herum gibt es viele Kleinigkeiten, die dazu beitragen, dass das Glück umso heller strahlt: liebe Freund*innen, die Herkunftsfamilien, die großartig sind und uns sehr nahestehen (auch wenn sie räumlich leider weit entfernt sind), ein Netz aus Kolleg*innen, mit denen ich gerne arbeite, die Sonne, die auf uns scheint, Gesundheit (das höchste Gut!)  und das Glück, dass wir keine größeren materiellen Sorgen haben. Alles zusammen genommen macht mich das unendlich dankbar. Und glücklich.
Traurig macht es mich, wenn ich jemandem nicht helfen kann, dem es schlecht geht, vor allem, wenn es eins meiner Kinder ist oder jemand anderes, der mir nah steht. Traurig macht mich der Verlust von geliebten Menschen, wie ich ihn schon mehrfach in meinem Leben erfahren musste. Diese Trauer begleitet mich immer und hat im Laufe der Zeit einen Platz in meinem Glück gefunden: es ist das Vermissen. Traurig macht mich außerdem, wenn Menschen ernsthaft hassen. Wenn sie andere anfeinden, ausgrenzen, mit Worten und Taten verletzen und ihnen Schmerz zufügen. Darauf habe ich keine Antwort.

 

 

Liebe Anna, VIELEN LIEBEN DANK dass Du Dir so viel Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten. Wir können nur sagen: Mach weiter so, wir finden Dich toll und können unseren Lesern nur raten, auf alle Fälle bei Dir vorbei zu schauen!
Falls Ihr noch weitere Interview unserer Reihe lesen möchtet, findet Ihr hier eine kleine Übersicht:

 

Habt alle einen schönen Sonntag!
Verschneite Grüsse
rosa&limone

Du bist einzigartig mit Katharina von Stadtlandmama

Hallo Ihr Lieben!

Seid Ihr alle gut in das neue Jahr gestartet? Nach Weihnachten hatten wir herrlich gemütliche Tage, sind für eine Woche verreist (limone ins wunderschöne Südtirol) oder haben es uns daheim gemütlich gemacht (rosa). Die Zeit zwischen Weihnachten und dem Heiligen Dreikönigstag lieben wir, denn da ist die Zeit so schön entschleunigt wie eigentlich das ganze Jahr nicht mehr. Eigentlich schade, vielleicht sollte man sich immer mal wieder eine kleine Auszeit gönnen…

Wie Ihr ja auch bereits gesehen habt, haben wir unserem Blog ein kleines Makeover verpasst, damit Ihr nun alte Artikel besser wiederfinden könnt. Wir möchten natürlich auch EURE INTERESSEN in zukünftige Beiträge integrieren, also habt Ihr vielleicht Ideen oder Wünsche, über was wir schreiben sollen? Mehr Rezepte, Mode, Interviews? Oder was gefällt Euch gar nicht? Wir freuen uns über Euer FEEDBACK und sind gespannt!!!!

Als Start in das neue Jahr dürfen wir Euch heute wieder eine einzigartige Frau und Mutter vorstellen, die ebenfalls zu Zweit einen tollen Mamablog betreiben, auf dem wir immer wieder sehr gerne vorbei schauen, denn die beiden schreiben sehr amüsant und witzig auf ihrem Blog Standlandmama über ihr Leben von (wie sie selber sagen) zwei verschiedenen Planeten: Katharina hat zwei Kinder und lebt in Berlin, Lisa hat drei Kinder und lebt auf dem Land. Wie unterschiedlich ist ihr Leben wirklich? Welche Sorgen einen sie, worum beneiden sie sich? Darum geht es in ihrem Blog, bei dem Ihr unbedingt einmal vorbei schauen solltet!

Aber nun möchten wir Euch nicht länger auf die Folter spannen und Euch die „Stadtmama“ Katharina vorstellen:

 

Katharina

Name: Katharina Nachtsheim

Blog: Stadtlandmama.de

Beruf: Journalistin

Anzahl und Alter der Kinder:

Tochter (4)

Sohn (11 Monate)

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Mein Leben ohne Kinder war schön. Ich bin viel gereist, habe viel gearbeitet, habe viel geschlafen, bin viel mit Freunden ausgegangen. Ich war glücklich. Bin ich heute auch noch.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Viel. Ich bin nicht mehr so spontan wie früher, gehe nicht mehr so viel aus und schlafe wenig. Die größte Veränderung ist aber, dass ich nun nicht nur mehr für mich Verantwortung trage, sondern für zwei kleine Menschen. Es ist meine Aufgabe, sie stark und groß zu machen, ihnen viel Liebe, Unterstützung und Grenzen zu geben. Das ist schon eine Wahnsinns-Herausforderung.

Was ich vermisse? Zeit für mich. Und auch das Gefühl, mal schwach sein zu dürfen. Selbst mit Fieber und Erkältung müssen Mütter noch eine „Grundversorgung“ der Kinder hinkriegen.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert, seit Du Kinder hast?

„Bei Mode geht es darum, Sachen zu tragen, die einem stehen“, sagte Vivienne Westwood mal. Stil ist also, seine Figur und seinen Typ richtig einzuschätzen und die passenden Klamotten zu finden, ohne sich ständig nach den neusten Trends zu richten.

Mein Stil hat sich durch die Kinder nicht großartig verändert, außer, dass ich viel mehr flache Schuhe trage.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Nachdem ich meine Große in die Kita gebracht habe, arbeite ich den Vormittag über. Mein Kleiner macht in der Zeit ein Nickerchen oder spielt neben meinem Schreibtisch. Mittags gehe ich einkaufen oder erledige ich andere Dinge. Gegen 15 Uhr hole ich meine Tochter wieder vom Kindergarten. Je nach Wetter treiben wir uns draußen herum, besuchen Freunde oder machen es uns zu Hause gemütlich. Gegen 20 Uhr gehen beide ins Bett, dann arbeite ich noch eine Stunde, bevor mein Mann nach Hause kommt und „Paar-Zeit haben.“

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Ich bin mit vier Geschwistern aufgewachsen und hatte eine sehr behütete Kindheit. Dadurch habe ich ein großes Urvertrauen und bin der festen Überzeugung, dass alles gut wird. Als ich 19 Jahre alt war, haben sich meine Eltern getrennt. Das war für mich sehr prägend, denn ich habe schmerzhaft erfahren, dass Ehen kaputt gehen können und dass man nie aufhören darf, an der Beziehung zu arbeiten.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Fröhlichkeit, Vertrauen in sich selbst, Höflichkeit und Anstand. Ich bin kein Ellenbogen-Typ und möchte Kinder, die sich in Gemeinschaft wohlfühlen. Aber ich möchte auch, dass sie Freigeister sind und gegen den Strom schwimmen.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Am liebsten gehe ich mit den Kindern spazieren. Ich liebe den Wald und finde, dass Kinder dort eine Menge lernen müssen. Dieses Jahr hatten wir einen tollen Sommerurlaub und das Plantschen im Meer war definitiv mein Jahres-Highlight.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Ich hasse Gesellschaftsspiele. Alles, was mit Würfeln und Karten, Strategie und Glück zu tun hat. Zum Glück ist meine Tochter noch etwas klein für solche Spiele, aber es graut mir schon vor der ersten Runde Monopoly oder „Mensch ärgere Dich nicht.“

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Ich liebe die Klamotten von Petit Bateau und Jacadi – leider sind die ganz schön teuer. Im Sale kaufe ich dann immer ein bis zwei besondere Teile für Familienfeste oder andere außergewöhnliche Anlässe.

Außerdem schwöre ich auf unseren „Urban Jungle“-Kinderwagen. Er ist wendig, leicht und absolut robust.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Die Kita natürlich und ab und zu passt ein Nachbars-Mädchen auf die Kinder auf. Leider leben die Omas und Opas zu weit weg.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Manchmal sind es die ganz kleinen Dinge, die mich glücklich machen. Zu beobachten, wie die Geschwister miteinander lachen. Ein schöner Abend mit Freundinnen oder mit meinem Mann. Ein gutes Essen, eine tolle Yoga-Stunde, eine berufliche Herausforderung. Das größte Glück ist aber wohl, dass wir alle gesund sind.

Traurig machen mich die Bilder in den Nachrichten von traumatisierten Kindern in den Kriegsgebieten. Seit ich Mutter bin, kann ich solche Bilder kaum mehr ertragen.

 

 

Liebe Katharina vielen lieben Dank für Dein schönes Interview, bald werden wir ja noch Lisa als „Landmama“ interviewen und sind schon gespannt, welche Unterschiede es zwischen Euch beiden gibt…

 

 

GEWINNER

Da wir verreist waren, können wir erst heute die Gewinner unserer Adventsverlosungen mitteilen und wir wissen, dass einige von Euch schon absolut gespannt sind. Wir haben die Lostrommel gerührt und dürfen nun folgenden Lesern herzlich gratulieren:

DRACHE KOKOSNUSS FANPAKET (2 KINOTICKETS PLUS BUCH): SUSI

RICE GEWINNSPIEL: 1. HUNDEPUPPE: MARTINA, 2. HUNDEPUPPE: ELISA, 1. KATZENPUPPE: STEFFI, 2. KATZENPUPPE: RUTH, ROSA FARBIGE BABYDECKE: SARAH, BLAUE BABYDECKE: MIRI

STERNCHENSCHAL: JULE

BIBI & TINA FANPAKET (2 KINOTICKETS PLUS BUCH PLUS PLAKAT): STEFFI H., ANJA, INIBERT

Liebe Gewinner, herzlichen Glückwunsch Euch allen, bitte schickt uns Eure Adressen auf rosaundlimone@gmail.com, damit wir Euch die Gewinne zusenden können! Wir wünschen Euch auf jeden Fall viel Spass damit!!!!

 

Euch allen noch einen schönen Sonntag, ganz liebe Grüsse

rosa&limone

 

PS: Weitere Interviews unserer Reihe haben wir übrigens mit folgenden Mamas geführt:

Du bist einzigartig mit der Hebamme Jana

 

Du bist einzigartig mit Renate von titatoni

Du bist einzigartig mit Martina von Formtiere

Du bist einzigartig mit Viola von kikabu

Du bist einzigartig mit Rebecca von Verlockendes

Du bist einzigartig mit Janina von kleinstyle

Du bist einzigartig mit Dani von butterflyfish

Du bist einzigartig mit Marisa von Engelenchen

Du bist einzigartig mit Greta von Kidaporter

Du bist einzigartig mit Nicole von booboobootique

Du bist einzigartig mit Daniela von LittlePlatypus

Du bist einzigartig mit Melanie von Meine kleine Liebe

 

 

 

Du bist einzigartig mit Daniela von Little Platypus

Hallo Ihr Lieben!

Wir hatten einmal wieder das Vergnügen eine tolle Mutter und Frau interviewen zu dürfen, deren Shop Little Platypus Ihr ja vielleicht schon kennengelernt habt. Little Platypus, Platypus ist übrigens ein australisches Schnabeltier, bietet farbenfrohe, außergewöhnliche Kindermode mit dem gewissen Etwas von 0 bis 8 Jahre an und hat unter vielen anderen, eher seltenen Marken, die Marke Heavenly Creatures, die wir wirklich richtig toll finden und von der unsere beiden Mädels wunderschöne, farbenfrohe Röckchen haben. Die zeigen wir Euch natürlich auch bald einmal.

Jetzt möchten wir Euch nicht länger auf die Folter spannen und starten gleich einmal mit unserer Interviewreihe „Du bist einzigartig“

 

pic-Daniela-Jaron

Name: Daniela Jaron

webshop: http://www.littleplatypus.com/

Beruf: Selbständig

Anzahl und Alter der Kinder: 1 Tochter bald 4 Jahre

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Viel Reisen, viel Lesen, viel Kino, Oper, Theater & Konzerte, gerne Kochen und Essen gehen und Sonntag vormittage mit Zeitschriften und Tee gemütlich je nach Jahreszeit im Bett oder am Balkon

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Die Sonntag vormittage fangen jetzt um 7 Uhr an und werden sehr, sehr selten entspannt im Bett verbracht ;-). Essen gehen wir auch seltener, aber das kommt meinen Kochkünsten und -reportoire zu gute.

Kino & Kultur gibt’s auch seltener und das vermisse ich schon etwas – die Atmosphäre ist vor’m Fernseher, sei er noch so gross, auch mit frischem Popcorn nicht das Gleiche, und ein Konzert klingt auf der besten Stereoanlage (und wir haben noch nicht mal die Beste) nicht so wie in einem Konzertsaal.

Allerdings arbeite ich daran ca 1x/Monat etwas in der Richtung zu unternehmen – entweder mit meinem Mann, wenn unsere Babysitterin Zeit hat, oder mit Freunden, dann ist mein Mann „on duty“. Ich lese zwar noch immer recht viel, aber der Inhalt hat sich verändert; über Schwangerschaft, 1. Babyjahr zu Kleinkinderiehung und so weiter.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Stil hat für mich viel mit persönlichen Vorlieben zu tun, einem Bewusstsein für Farben und Formen (auch die eigene 😉 ). In den ersten beiden Lebensjahren meiner Tochter war mein Kleidungsstil schon anders als vor ihrer Geburt; niedrigere Absätze (wenn überhaupt), keine Seidenblusen und Kaschmirpullover, weniger Röcke & Kleider, dafür mehr Jeans. Die Taschen wurden auch grösser ;-).

Mittlerweile ändert sich das aber wieder und mit weniger Kind tragen und Baby hinterherlaufen, kommen auch die Röcke & Kleider und die Absätze wieder. Wobei die Seidenblusen und 10cm High Heels weiterhin den Ausgeh-Abenden vorbehalten bleiben.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Mein Mann und meine Tochter stehen um ca 6.45 auf und mein Mann bereitet das Frühstück für die Kleine. Das ist ein ziemlicher Luxus für mich, aber auch der Ausgleich für die Tage wenn mein Mann beruflich unterwegs ist (ca 1 Woche/Monat) oder länger arbeitet. Ich stehe meistens so um 7 Uhr auf und husche als erstes in’s Bad um in Ruhe zu duschen. Danach heisst’s anziehen, Zähne puzten, fertig machen und um ca 8 Uhr verlassen wir die Wohnung. Mein Mann in die Arbeit und ich bringe unsere Tochter in den Kindergarten. Manchmal übernimmt das auch  mein Mann, dann fange ich früher zu arbeiten an.

Wenn ich vom Kindergarten retour bin, dann frühstücke ich und fange zu arbeiten an – Bestellungen bearbeiten, Kollektionen sichten, technische Änderungen beim webshop, Werbemöglichkeiten analysieren, langweilig wird’s nie. Freitags gehe ich Lebensmittel einkaufen und mache alle möglichen Erledigungen, damit das Wochenende möglichst frei bleibt.

Um 15.30 hole ich meine Tochter vom Kindergarten ab und der Nachmittag gehört ihr – einmal die Woche geht’s zum Sport, ansonsten Freunde treffen, spielen und Freitags backen wir meistens etwas für’s Wochenende.

um ca. 18.30 essen wir zu dritt Abend – da mein Mann unter der Woche fast nie frühstückt und ich es lieber in Ruhe mache, ist das unsere gemeinsame Mahlzeit. Danach wird noch gelesen und um ca. 19.30 ist Schlafenszeit für unsere Tochter.

Der Abend gehört meinem Mann und mir, wobei wir auch relativ häufig abends noch arbeiten, oder Organisatorisches besprechen. 1/Woche wird abends gebügelt und hin & wieder werde ich etwas kreativ und bastele oder nähe. Nur der Freitag abend ist fix, da ist dvd Abend :-).

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Meine Reisen und Umzüge. Ich bin in Wien aufgewachsen und habe in Deutschland, Süfafrika, Frankreich und Australien gelebt. Freundschaften verändern sich dadurch und man selbst natürlich auch.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Toleranz, Respekt und Offenheit. Es gibt viele Wege ein Leben zu leben und nur weil etwas anders ist, ist es deswegen nicht besser oder schlechter. Respekt, auch für sich selbst (gerade bei Mädchen/Frauen), ist mir sehr wichtig.

Qualität – lieber Klasse statt Masse, auch bei Kleidung und Lebensmittel, wobei das für mich auch ein Zeichen von Respekt, in diesem Fall vor der Umwelt, ist.

Offen sein für neue Erfahrungen und Erlebnisse, für andere Menschen, bereichert das Leben und bevor man sagt man mag etwas nicht, muss man es zumindest ausprobieren – das gilt beim Essen, bei Kultur, bei fast allem.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Lesen – ich lese sehr gerne meiner Tochter vor und mag es auch wenn wir beide mit jeweils einem Buch auf der Couch sitzen und lesen/Bilder schauen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das für mich mit das Gemütlichste. Es kommt allerdings eher selten vor, da sie kaum länger als 10 Minuten still sitzen kann.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Da fällt mir ad hoc nichts ein.

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Ausser der Kleidung in meinem online shop ;-)?

Wir haben viele englisch sprachige Bücher (meine Tochter kam in Sydney zur Welt) und da mag ich besonders gerne: Someday is not a day of the week (abgesehen vom Lernen der Wochentagen geht es darum gemeinsame Aktivitäten nicht auf irgendwann zu verschieben), Giraffes can’t dance und Dogs don’t do Ballet – die Einzigartigkeit jedes Menschen (oder Tieres) und das es etwas Positives sein kann anders zu sein, sowie Can you hear it? – das Buch mit CD zeigt wundervolle Kombinationen von Gemälden und klassischer Musik.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Mein Mann, ca. 1/Monat kommt die Babysitterin (wobei das meistens abends ist und unsere Tochter dann schläft) und hin & wieder die Grosseltern – wobei die Einen ca. 80km weit weg wohnen und die Anderen ca. 1000km – das geht also nicht kurzfristig, sondern wird geplant. Dafür klappt es da auch schon gut mit Übernachtungen und so haben mein Mann und ich hin & wieder ein Wochenende für uns. Wenn meine Tochter krank ist, springe ich ein – eines der Vorteile der Selbstständigkeit und des online shops, die Arbeit wird dann abends nachgeholt.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Erlebnisse mit meiner Tochter und meinem Mann, mit Freunden und weiterer Familie zu teilen macht mich glücklich. Schöne Erinnerungen gemeinsam schaffen. Die gute Partnerschaft mit meinem Mann und die, zwar manchmal recht anstrengende, aber sehr liebenswerte Persönlichkeit meiner Tochter.

Traurig, oder eher wütend, macht es mich wenn ich Respektlosigkeit erlebe – ob das jetzt gegenüber der Umwelt ist, einer bestimmten Religion oder Nation oder Geschlecht.

 

Liebe Daniela, vielen lieben Dank für Dein schönes Interview, es war uns wirklich eine große Freude, dass Du bei unserer Reihe mitgemacht hast und dass Du uns an Deinen Erfahrungen über mehrere Länder hinweg teilhaben lässt. Auch wir finden, dass Respekt nicht nur anderen Menschen gegenüber sondern natürlich auch gegenüber der Umwelt absolut essentiell ist und wir als Eltern sicher auch als Vorbild agieren müssen. Danke Dir!!!!

Liebe Grüße und Euch allen einen schönen Nikolaus!!!!

rosa&limone