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Du bist einzigartig mit der Hebamme Jana

Hallo Ihr Lieben!

Heute freuen wir uns sehr darüber, Euch eine weitere tolle Frau und Mutter vorstellen und interviewen zu dürfen, die auf Ihrem Hebammenblog unglaublich spannend, informativ und umfassend Ihr Wissen und Ihre Erfahrung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett teilt. Jana ist seit 13 Jahren Hebamme und Mutter von zwei Kindern und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Bei der Recherche zu diesem Interview haben wir einige Zeit auf ihrem Blog verbracht und haben Artikel um Artikel verschlungen. Von der Alleingeburt in Indien (unglaublich), über die Wendung bei Beckenendlage bis hin zu der „sauberen“ Quarkwickelanleitung bei Milchstau, viele spannende Themen werden ausführlich beleuchtet. Den Blog hätte es während unserer Schwangerschaften wirklich geben sollen!
Ganz neu hat Jana übrigens gerade Ihren Onlineshop eröffnet, in dem sie Ihre persönlichen Lieblingsprodukte für Schwangere und Wöchnerinnen präsentiert und in dem es viele tolle und nützliche Dinge rund um’s Kinderkriegen gibt.

 

Jetzt möchten wir Euch aber nicht länger auf die Folter spannen und starten mit unserer Interviewreihe „Du bist einzigartig“.

 

Name: Jana

Blog: Hebammenblog.de

Beruf: Hebamme

Anzahl und Alter der Kinder: 2 Kids, 9&15 Jahre

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Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Lange schlafen – sehr lange schlafen! Viel lesen, viele Abende mit Freunden: Tanzen, Kino, Nächte durchquatschen… Weite Reisen. Das Übliche, schätze ich.

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Durch das erste Kind hat sich schon einiges verändert. Ich bin viel organisierter geworden, schaffe viel mehr an einem Tag als vorher, kann aber auch besser Prioritäten setzen (also mal was weglassen).

Ich bin leider etwas antizyklisch mit meinen Freunden Mutter geworden. Viel früher als die meisten. Meine Tochter war so ein entspanntes Kind. Ich habe sie überall hin mitgenommen, zu Freunden, sogar Partys. Sie schlief dann einfach irgendwann im Tragetuch. Dann kam irgendwann mein Sohn. Bei beiden habe ich aber nichts wirklich vermisst. Ich konnte das gut als Phase sehen.

Aber nun sind die meisten meiner Freunde Eltern. Und, was soll ich sagen, sie sind wie vom Erdboden verschluckt. Verabredungen sind schwierig und platzen dann auch noch oft wegen „Kind krank“ oder elterlicher Erschöpfung. Bei mir sind die Kids aus dem Gröbsten raus, wie man sagt, aber alle Anderen scheinen mitten drin zu stecken. Mein Freundeskreis ist ein völlig anderer geworden. Aber ich vermisse die alten Leute.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert. seit Du Kinder hast?

Stil ist, nicht immer mit der Mode zu gehen und zu wissen was einem steht und was nicht. Meiner hat sich (bis auf eine kurze Phase als die Kinder jeweils ganz klein waren und alles möglichst praktisch sein sollte) nicht sehr geändert: Eine Mischung aus Feminin und sportlich. Ich liebe Wickelkleider und Ballerinas, aber auch den Jeans und T-shirt look.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Durch meine Dienste gibt es bei uns kein Normal. Das ist immer anders und wir besprechen immer gemeinsam was ansteht und wer was macht.

Wir zwei Mädels sind keine großen Frühstücker. Wir trinken (wenn ich da bin) morgens zusammen Tee, während die Jungs Müsli essen. Ich bin meist die Schulboxen-Bestückerin. Mein Mann macht die Katzen und den Kaffee. Dann sind die Kinder ja einen Großteil des Tages in der Schule.  Später dann: Hausaufgaben/Sport/Musik (die Kinder sind auf musikbetonten Schulen).

Wenn irgendwie möglich Essen wir alle gemeinsam Abendessen. Da erzählen alle von ihrem Tag.

Mittwochs ist immer full house. Da kommen noch zwei bis drei Freunde meiner Tochter Mittags zu uns zum Essen, da wir am nächsten an der Schule wohnen und sie danach noch weiteren Unterricht haben.

Donnerstag ist unser Eltern-Ausgehtag, den wir allerdings für Sport (klettern) nutzen.

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Meine Eltern, Aufwachsen in multiplen Wohngemeinschaften, ein Auslandsjahr, meine Kinder, mein Beruf! Auf jeden Fall mein Beruf.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Toleranz, für sich und andere einstehen, Mut zur Lücke, Spass zu haben!

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Am meisten liebe ich es mit den Kindern zu lesen. Gute Nacht Geschichten vorlesen tue ich jetzt leider nur noch selten, da inzwischen beide selbst viel und gerne lesen. Aber oft lesen wir noch alle gemeinsam Bücher und wechseln uns beim Vorlesen ab. Besonders im Urlaub gibt es immer auch ein Gemeinschaftsbuch.

Mit Lego-, Playmo- oder Kapla-Steinen Sachen bauen. Basteln, Kuchen backen. Da mein Mann und ich Sportkletterer sind, gehe ich auch super-gerne mit den Kids klettern.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Brett- und Kartenspiele langweilen mich zu Tode – immer schon.

In Schwimmbäder gehe ich auch nur im Notfall. Ich verabscheue Chlorwasser und friere leicht.

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Eins meiner Lieblingsbücher für Kinder ab 8 ist „Oskar, Rico und die Tieferschatten“ und auch die beiden Nachfolgebände von Mathias Steinhöfel. Das sind Kinderkrimis, die in Berlin spielen. Total spannend für die Kids und mit so vielen Gags für Erwachsene, dass es echt Spaß macht, die vorzulesen.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Das ist zwischen meinem Mann und mir sehr gleichmäßig verteilt. Mein Mann ist selbstständig und arbeitet von zu Hause. So kann er eigentlich meistens abdecken, was nötig ist. Ist oft nötig.

Der Kleine geht Nachmittags noch in den Hort.

Lange hatten wir eine Babysitterin, die uns zu einem freien Abend die Woche verholfen hat. Inzwischen bleiben die Kinder auch mal alleine zu Hause.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Wenn an einem Ausschlaf-Sonntag-Morgen meine schon so großen Kinder noch zu uns ins Bett gekuschelt kommen macht mich das unglaublich glücklich. Das ich für den Kleinen immer noch die tollste Frau der Welt bin. Die tollen Gespräche, die ich mit meiner großen Tochter habe. Oh, da gibt es viel…

Traurig macht mich manchmal der gesellschaftliche Druck unter dem sie stehen. Das materielle „mithalten müssen“, der Lernstress. Ich würde sie da manchmal gerne rausnehmen. Mal ne Weile auf ne einsame Insel ziehen. Aber irgendwie sind wir halt alle Großstadtpflanzen. Die kann man auf Dauer nicht in Strandsand stecken.

 

 

Liebe Jana, vielen lieben Dank für das schöne und überaus sympathische Interview von Dir. Unseren Lesern können wir nur ans Herz legen einmal bei Deinem Blog und Shop vorbei zu schauen, es lohnt sich auf alle Fälle.

 

Viel Erfolg weiterhin, liebe Grüße

rosa&limone

 

 

PS: Hier einen Überblick über unsere weiteren, einzigartigen Interviewmütter:

Du bist einzigartig mit Renate von titatoni

Du bist einzigartig mit Martina von Formtiere

Du bist einzigartig mit Viola von kikabu

Du bist einzigartig mit Rebecca von Verlockendes

Du bist einzigartig mit Janina von kleinstyle

Du bist einzigartig mit Dani von butterflyfish

Du bist einzigartig mit Marisa von Engelenchen

Du bist einzigartig mit Greta von Kidaporter

Du bist einzigartig mit Nicole von booboobootique

Du bist einzigartig mit Daniela von LittlePlatypus

Du bist einzigartig mit Melanie von Meine kleine Liebe

 

 

Interview mit Nicole von BooBooBootique + Gewinner

Hallo Ihr Lieben!

Wir haben Euch ja bereits den tollen Onlineshop BooBoo Bootique in einem extra Beitrag vorgestellt. Bei einem unserer Besuche haben wir ein paar Worte mit der überaus sympathischen Nicole wechseln können. Viel Spass beim Kennenlernen von Nicole! Im Anschluss wird dann der Gewinner für den 75 Euro Gutschein für die BooBoo Bootique bekannt gegeben, seid gespannt.

Rosa & limone’s Fragebogen „Du bist einzigartig“

Nicole

Name: Nicole

Blog:

Beruf: Eigentümerin BooBooBootique.com

Anzahl und Alter der Kinder:

1 Mädchen

2 Jahre, 7 Monate

 

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Ein Büro in Frankfurt, ein Büro in Stuttgart. Viel Zeit im Flieger und der Welt verbracht. Zu viel gearbeitet, zu wenig Zeit für Familie, Freunde & Co. Viel gesehen, viel gelernt, viel kennengelernt aber es blieb eben auch viel auf der Strecke.

 

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Es hat sich verändert, dass ich ein Leben mit Kind nie mehr missen möchte! Prioritäten haben sich leicht verschoben. Es muss nicht alles – aber vieles – perfekt sein. Ich gehe das ein oder andere etwas entspannter an und finde, ich bin toleranter, geduldiger und entspannter geworden. Okay, mein Mann würde jetzt sicher widersprechen 🙂

 

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert. seit Du Kinder hast?

Stil bedeutet für mich nicht jeden Trend mitzumachen, Basics mit tollen Accessoires zu kombinieren und aufzupeppen. Sich nicht Verkleiden! Besonderes mit Mainstream zu mixen. Gute Qualität und das Interesse an dem Herstellungszyklus. Auch mal den ein oder anderen EUR mehr auszugeben – aber dafür auch zu wissen, wie und wo und von wem das Teil hergestellt wurde.

Meinen eigenen Stil zu entwickeln hat viele Jahre gedauert, aber ich glaube ich habe ihn gefunden und bin happy! (Weniger Kopfzerbrechen vor dem Kleiderschrank!). Es gehört Fingerspitzengefühl und Individualität und Selbtsbewusstsein dazu einen eigenen Stil zu entwickeln. Stil bedeutet für mich auch gute Umgangsformen, die sich u.a. auch in angemessener Kleidung widerspiegeln können. Weniger ist mehr!

Seit ich Carlotta habe, hat sich mein Stil nicht verändert…ich finde es nach wie vor schön, Frau zu sein und nicht nur praktisch angezogene Mutter. „Mode ist vergänglich, Stil niemals! Zitat Coco Chanel.“

 

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Aufstehen mal früher 06.00 Uhr, mal später 06.30 Uhr 🙂
Entscheidung treffen ob Schokomüsli oder „Papamüsli“
Entscheidung treffen ob das T-Shirt heute Streifen haben darf oder nicht
Frühstücken
Kuscheltier und Kind einpacken
Ab in die Kita
Nachmittags Kind aus Kita holen und ab nach Hause
Je nach Wetter, Laufrad fahren, Spielplatz unsicher machen, Lesen, Singen, Basteln und viel Kuscheln!

Carlotta ist in einer Ganztagesbetreuung da ich den ganzen Tag im Laden bin bzw. den Online-Shop betreue, befülle und optimiere – von daher bleibt nicht soooo viel Zeit.

20.00 Uhr ist Schlafen angesagt…Davor gibt es jeden Abend Kuscheln, eine Gutenachtgeschichte, ein Gutenachtlied und ab und an einen Besuch in der „Wolke“ (Bett von meinem Mann und mir) inkl. einer ausgiebigen Hüpfaktion oder einem Versteckspiel in der „Wolke“ seitens Carlotta.

 

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Der frühe Tod meiner Mutter.
Mein Mann.
Meine Tochter.
Freunde.
Das viele Reisen.

 

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Sei Du selbst und bleibe neugierig, suche Dein Glück, lebe dein Leben und lass es dir nicht von Anderen diktieren.

 

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Kuscheln.
Zusehen wie sie größer werden.
Die Freude zu sehen wenn sie etwas neues gelernt oder „geschafft“ haben.
Die endlosen Fragen beantworten warum, wieso, weshalb.
Auf Entdeckungstour gehen.
Lesen und Singen – letzteres mehr schlecht als recht J
Wenn man ihnen die einfachsten Dinge vormacht und sie es auf ihre niedliche, unbeholfene Art versuchen zu imitieren.

 

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Einkaufen – warum wohl!? 🙂
Lange gesetzte Mittagessen oder Abendessen bei Feierlichkeiten.
Lange Autofahrten – auch hier: warum wohl?! 🙂

 

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Tolle Kinderklamotten: gibt es bei BooBoo Bootique in Stuttgart oder online unter www.booboobootique.com

Tolles Buch: Stinkheim am Arschberg von Michael Sowa. Ich freue mich schon sehr, mit meiner Tochter dieses Buch zu lesen wenn sie groß genug ist. Ein etwas anderes Buch.

Tolles Spiel: mit 2,5 Jahren ist Verstecken und um die Wette laufen großartig J

Tolles Urlaubsland mit Kindern: Italien und Spanien

Tolle Kinderpflege: OhLief. Alles natur und auf Olivenölbasis.

Tipp: Zieht Euren Kindern nicht nur praktisches an! Auch in der Kita kann man sich schick machen J

 

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Mein Mann. Unsere Superduperbabysitterin Mimi.
Die Kita Kindervilla/Gänsheide.
Leider haben wir kein Onkel/Tanten/Großelternnetzwerk vor Ort…Wie beneide ich Familien die das haben…Macht doch das ein oder andere leichter.

 

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Glücklich: Meine Familie und Freunde
Traurig: Wenn es regnet. Ungerechtigkeit, Unzuverlässigkeit, Lügner, Heuchler.

 

 

Wir danken Nicole für das schöne Interview

Übrigens haben wir den Gewinner des BooBoo Bootique Gutscheins über 75 Euro gezogen, gewonnen hat tatatatatataaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

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Liebe Jennifer, herzlichen Glückwunsch und happy shopping bei BooBoo Bootique!!!!
Liebe Grüße

rosa&limone

Du bist einzigartig mit Daniela von Little Platypus

Hallo Ihr Lieben!

Wir hatten einmal wieder das Vergnügen eine tolle Mutter und Frau interviewen zu dürfen, deren Shop Little Platypus Ihr ja vielleicht schon kennengelernt habt. Little Platypus, Platypus ist übrigens ein australisches Schnabeltier, bietet farbenfrohe, außergewöhnliche Kindermode mit dem gewissen Etwas von 0 bis 8 Jahre an und hat unter vielen anderen, eher seltenen Marken, die Marke Heavenly Creatures, die wir wirklich richtig toll finden und von der unsere beiden Mädels wunderschöne, farbenfrohe Röckchen haben. Die zeigen wir Euch natürlich auch bald einmal.

Jetzt möchten wir Euch nicht länger auf die Folter spannen und starten gleich einmal mit unserer Interviewreihe „Du bist einzigartig“

 

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Name: Daniela Jaron

webshop: http://www.littleplatypus.com/

Beruf: Selbständig

Anzahl und Alter der Kinder: 1 Tochter bald 4 Jahre

 

Wie sah Dein Leben vor Deinen Kindern aus?

Viel Reisen, viel Lesen, viel Kino, Oper, Theater & Konzerte, gerne Kochen und Essen gehen und Sonntag vormittage mit Zeitschriften und Tee gemütlich je nach Jahreszeit im Bett oder am Balkon

 

Was hat sich verändert seit Du Kinder hast? Was vermisst Du heute?

Die Sonntag vormittage fangen jetzt um 7 Uhr an und werden sehr, sehr selten entspannt im Bett verbracht ;-). Essen gehen wir auch seltener, aber das kommt meinen Kochkünsten und -reportoire zu gute.

Kino & Kultur gibt’s auch seltener und das vermisse ich schon etwas – die Atmosphäre ist vor’m Fernseher, sei er noch so gross, auch mit frischem Popcorn nicht das Gleiche, und ein Konzert klingt auf der besten Stereoanlage (und wir haben noch nicht mal die Beste) nicht so wie in einem Konzertsaal.

Allerdings arbeite ich daran ca 1x/Monat etwas in der Richtung zu unternehmen – entweder mit meinem Mann, wenn unsere Babysitterin Zeit hat, oder mit Freunden, dann ist mein Mann „on duty“. Ich lese zwar noch immer recht viel, aber der Inhalt hat sich verändert; über Schwangerschaft, 1. Babyjahr zu Kleinkinderiehung und so weiter.

 

Was ist Stil für Dich? Wie hat sich Dein Stil geändert seit Du Kinder hast?

Stil hat für mich viel mit persönlichen Vorlieben zu tun, einem Bewusstsein für Farben und Formen (auch die eigene 😉 ). In den ersten beiden Lebensjahren meiner Tochter war mein Kleidungsstil schon anders als vor ihrer Geburt; niedrigere Absätze (wenn überhaupt), keine Seidenblusen und Kaschmirpullover, weniger Röcke & Kleider, dafür mehr Jeans. Die Taschen wurden auch grösser ;-).

Mittlerweile ändert sich das aber wieder und mit weniger Kind tragen und Baby hinterherlaufen, kommen auch die Röcke & Kleider und die Absätze wieder. Wobei die Seidenblusen und 10cm High Heels weiterhin den Ausgeh-Abenden vorbehalten bleiben.

 

Wie sieht ein ganz normaler Alltagstag bei Euch aus?

Mein Mann und meine Tochter stehen um ca 6.45 auf und mein Mann bereitet das Frühstück für die Kleine. Das ist ein ziemlicher Luxus für mich, aber auch der Ausgleich für die Tage wenn mein Mann beruflich unterwegs ist (ca 1 Woche/Monat) oder länger arbeitet. Ich stehe meistens so um 7 Uhr auf und husche als erstes in’s Bad um in Ruhe zu duschen. Danach heisst’s anziehen, Zähne puzten, fertig machen und um ca 8 Uhr verlassen wir die Wohnung. Mein Mann in die Arbeit und ich bringe unsere Tochter in den Kindergarten. Manchmal übernimmt das auch  mein Mann, dann fange ich früher zu arbeiten an.

Wenn ich vom Kindergarten retour bin, dann frühstücke ich und fange zu arbeiten an – Bestellungen bearbeiten, Kollektionen sichten, technische Änderungen beim webshop, Werbemöglichkeiten analysieren, langweilig wird’s nie. Freitags gehe ich Lebensmittel einkaufen und mache alle möglichen Erledigungen, damit das Wochenende möglichst frei bleibt.

Um 15.30 hole ich meine Tochter vom Kindergarten ab und der Nachmittag gehört ihr – einmal die Woche geht’s zum Sport, ansonsten Freunde treffen, spielen und Freitags backen wir meistens etwas für’s Wochenende.

um ca. 18.30 essen wir zu dritt Abend – da mein Mann unter der Woche fast nie frühstückt und ich es lieber in Ruhe mache, ist das unsere gemeinsame Mahlzeit. Danach wird noch gelesen und um ca. 19.30 ist Schlafenszeit für unsere Tochter.

Der Abend gehört meinem Mann und mir, wobei wir auch relativ häufig abends noch arbeiten, oder Organisatorisches besprechen. 1/Woche wird abends gebügelt und hin & wieder werde ich etwas kreativ und bastele oder nähe. Nur der Freitag abend ist fix, da ist dvd Abend :-).

 

Was hat Dich in Deinem Leben geprägt?

Meine Reisen und Umzüge. Ich bin in Wien aufgewachsen und habe in Deutschland, Süfafrika, Frankreich und Australien gelebt. Freundschaften verändern sich dadurch und man selbst natürlich auch.

 

Was ist Dir wichtig Deinen Kindern auf Ihrem Weg mitzugeben?

Toleranz, Respekt und Offenheit. Es gibt viele Wege ein Leben zu leben und nur weil etwas anders ist, ist es deswegen nicht besser oder schlechter. Respekt, auch für sich selbst (gerade bei Mädchen/Frauen), ist mir sehr wichtig.

Qualität – lieber Klasse statt Masse, auch bei Kleidung und Lebensmittel, wobei das für mich auch ein Zeichen von Respekt, in diesem Fall vor der Umwelt, ist.

Offen sein für neue Erfahrungen und Erlebnisse, für andere Menschen, bereichert das Leben und bevor man sagt man mag etwas nicht, muss man es zumindest ausprobieren – das gilt beim Essen, bei Kultur, bei fast allem.

 

Dinge, die Dir mit den Kindern am meisten Spass machen?

Lesen – ich lese sehr gerne meiner Tochter vor und mag es auch wenn wir beide mit jeweils einem Buch auf der Couch sitzen und lesen/Bilder schauen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das für mich mit das Gemütlichste. Es kommt allerdings eher selten vor, da sie kaum länger als 10 Minuten still sitzen kann.

 

Was macht Dir mit Deinen Kindern gar keinen Spass? Und warum?

Da fällt mir ad hoc nichts ein.

 

Ein Tipp von Dir, tolles Spiel, tolles Buch, tolle Kinderklamotten…?

Ausser der Kleidung in meinem online shop ;-)?

Wir haben viele englisch sprachige Bücher (meine Tochter kam in Sydney zur Welt) und da mag ich besonders gerne: Someday is not a day of the week (abgesehen vom Lernen der Wochentagen geht es darum gemeinsame Aktivitäten nicht auf irgendwann zu verschieben), Giraffes can’t dance und Dogs don’t do Ballet – die Einzigartigkeit jedes Menschen (oder Tieres) und das es etwas Positives sein kann anders zu sein, sowie Can you hear it? – das Buch mit CD zeigt wundervolle Kombinationen von Gemälden und klassischer Musik.

 

Wer unterstützt Dich in der Kinderbetreuung?

Mein Mann, ca. 1/Monat kommt die Babysitterin (wobei das meistens abends ist und unsere Tochter dann schläft) und hin & wieder die Grosseltern – wobei die Einen ca. 80km weit weg wohnen und die Anderen ca. 1000km – das geht also nicht kurzfristig, sondern wird geplant. Dafür klappt es da auch schon gut mit Übernachtungen und so haben mein Mann und ich hin & wieder ein Wochenende für uns. Wenn meine Tochter krank ist, springe ich ein – eines der Vorteile der Selbstständigkeit und des online shops, die Arbeit wird dann abends nachgeholt.

 

Was macht Dich glücklich und was traurig?

Erlebnisse mit meiner Tochter und meinem Mann, mit Freunden und weiterer Familie zu teilen macht mich glücklich. Schöne Erinnerungen gemeinsam schaffen. Die gute Partnerschaft mit meinem Mann und die, zwar manchmal recht anstrengende, aber sehr liebenswerte Persönlichkeit meiner Tochter.

Traurig, oder eher wütend, macht es mich wenn ich Respektlosigkeit erlebe – ob das jetzt gegenüber der Umwelt ist, einer bestimmten Religion oder Nation oder Geschlecht.

 

Liebe Daniela, vielen lieben Dank für Dein schönes Interview, es war uns wirklich eine große Freude, dass Du bei unserer Reihe mitgemacht hast und dass Du uns an Deinen Erfahrungen über mehrere Länder hinweg teilhaben lässt. Auch wir finden, dass Respekt nicht nur anderen Menschen gegenüber sondern natürlich auch gegenüber der Umwelt absolut essentiell ist und wir als Eltern sicher auch als Vorbild agieren müssen. Danke Dir!!!!

Liebe Grüße und Euch allen einen schönen Nikolaus!!!!

rosa&limone